1977/1978 24. Spieltag: FC Vorwärts Frankfurt - FC Carl Zeiss Jena 0:2

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Spieldaten
Wettbewerb DDR-Oberliga, 24. Spieltag
Saison Saison 1977/1978, Rückrunde
Ansetzung FC Vorwärts Frankfurt - FC Carl Zeiss Jena
Ort Stadion der Freundschaft in Frankfurt
Zeit Sa. 20.05.1978 15:00 Uhr
Zuschauer 4.000
Schiedsrichter Klaus-Dieter Stenzel (Senftenberg)
Ergebnis 0:2
Tore
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Frankfurt
Karl-Heinz Wienhold
Lothar Hause
Frank Geyer (46. Reinhard Segger), Gerd Schuth, Wolfgang Andreßen
Ulrich Werder, Ralph Probst, Lothar Enzmann
Ralph Conrad (56. Horst Wruck), Frieder Andrich, Lutz Otto

Trainer: Werner Wolf

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Hans-Ulrich Grapenthin
Lothar Kurbjuweit
Gert Brauer, Uwe Neuber, Dietmar Sengewald
Gerhardt Hoppe, :Lutz Lindemann, Jürgen Raab
Thomas Töpfer, Martin Trocha, Eberhard Vogel

Trainer: Hans Meyer


Spielbericht

Kann sich der FCV aus dem Matt lösen?

Dem FCV erging es wie einem Schachspieler, der in Zugzwang, in Zeitnot geraten war. Schuth war schließlich der Pechvogel, dem in der nervös und verkrampft startenden Elf der erste grobe Patzer unterlief. Hoppe ("Er war heute unser auffälligster Spieler", Cheftrainer Bernd Stange) erlief sich seine zu schwache Rückgabe, spielte überlegt Vogel frei, und der Routinier ließ sich diese Chance nicht entgehen.

Damit befand sich der Gastgeber auf der Verliererstraße und die Thüringer deckten seine Schwächen schonungslos auf. Vor allem in der Zweikampfführung, im Kopfballspiel und in der Angriffsgestaltung besaßen die Oderstädter klare Nachteile, die sie auch mit Eifer und Kampfgeist nicht ausmerzen konnten. Ihr einziger Akteur mit Drang zum Tor war Libero Hause, der in der 42. Minute auch den ersten und einzigen Torschuß in der ersten Hälfte abgab! Conrad, der diesmal den Vorzug vor Segger erhielt, erzielte gegen Sengewald, der Linksverteidiger gut spielte, keine Wirkung; Neuber bestand gegen Andrich; und da auch Brauer den wendigen Otto nur einen Ausreißversuch gestattete (37.), stand der Angriff der Platzherren praktisch nur auf dem Papier.

Auch im Mittelfeld besaßen die Gäste Vorteile, weil sie einfach robuster, bissiger zur Sache gingen, sich immer wieder freimachten. Da zog Raab, der in der 8. Minute die erste Kopfball-Möglichkeit besaß, anfangs mehrfach energisch los, und Hoppe (von der FUWO zum Spieler des Tages gewählt) beeindruckte mit einer überlegten und wirkungsvollen Partie. Lindemann, der sich erst gegen Probst schwer tat, setzte sich nach der Pause (gegen Enzmann) stärker in Szene, war maßgeblich am zweiten Tor beteiligt. Sengewald bereitete es mit einem Sololauf an drei Gegenspielern vorbei auf der linken Seite vor, spielte mit einem Querpaß Lindemann rechts frei. Der kurvte noch um Schuth herum, zog den Ball nach innen, wo Trocha aus fünf Metern Wienhold per Kopfball keine Chance ließ.

"Wir mußten in dieser Phase alles riskieren, und das nutzten die Jenaer, die vor allem von unseren Fehlern profitierten", meinte Lothar Hause, dessen Elf im Endspurt noch zu einem Pfostenschuß durch Werder (81.) kam. Der änderte jedoch nichts am 0:2, dem erneuten "Schach dem FCV". Wird er sich in den letzten zwei Spielen noch aus dem drohenden "Matt" befreien?

Zum Schiedsrichterkollektiv: Stenzel leitete konsequent und sicher, für ihn hab es in dieser fairen Partie keine Probleme.

(Klaus Thiemann in "Die Neue Fußballwoche" vom 23. Mai 1978)


Nachwuchs: 2:0 , Tore : Bohn , Aschmann

Jena : Runkewitz , Rode , Köhler , Schilling , Konik , Schlutter , Diener , V. Weise , Roß (71. Prochaska) , Burow , Schröder (46. Ellmer) / Tr.: Thomale

Junioren / Jugend - Jena : Dresden 4:0 / 2:3