2018/2019 25. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - SC Fortuna Köln 0:1

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Spieldaten
Wettbewerb 3. Liga, 25. Spieltag
Saison Saison 2018/2019, Rückrunde
Ansetzung FCC - SC Fortuna Köln
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 23.02.2019 14:05 Uhr
Zuschauer 4.578
Schiedsrichter Henry Müller (Cottbus)
Ergebnis 0:1 (0:1)
Tore
  • 0:1 Kegel (13.)
Andere Spiele
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Jena
Raphael Koczor
Florian Brügmann (46. Dennis Slamar), Marius Grösch, Dominic Volkmer, Pierre Fassnacht (85. Justin Gerlach)
Dominik Bock (65. Fabien Tchenkoua), René Eckardt, Jannis Kübler, Manfred Starke
Felix Brügmann, Phillip TietzGelbe Karte.gif
Trainer: Lukas Kwasniok
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Fortuna
Nikolai Rehnen
Dominik Ernst, Bernard Kyere, Moritz Fritz, Hamid Dahmani, Thomas BrökerGelbe Karte.gif
Nico Steven BrandenburgerGelbe Karte.gif, Maik KegelGelbe Karte.gif (83. Boné Uaferro), Michael Eberwein
Benjamin Pintol (75. Moritz Hartmann), Robin Scheu (70. Sebastian SchiekGelbe Karte.gif)
Trainer: Tomasz Kaczmarek

Spielbericht

FC CARL ZEISS JENA UNTERLIEGT FORTUNA KÖLN MIT 0:1

Auch im neunten Anlauf gelingt dem FC Carl Zeiss Jena kein Heimerfolg. Im Kellerduell gegen Fortuna Köln unterliegt der FCC mit einer ernüchternden Leistung verdient mit 0:1 (0:1).

Im Vergleich zur 0:2-Niederlage in Zwickau in der Vorwoche gab es in der Anfangself des FCC zwei Änderungen: Für Sören Eismann und Maximilian Wolfram, die sich in Zwickau beide am Knie verletzten, rückten die beiden nominellen Sturmspitzen Felix Brügmann und Philipp Tietz neu ins Team. Lukas Kwasnioks Trainerkollege Tomasz Kaczmarek änderte seine Startelf im Vergleich zur 1:3-Heimniederlage gegen Braunschweig in der Vorwoche auf einer Position: Für Innenverteidiger Boné Uaferro rückte Offensivspieler und Mannschaftskapitän Hamdi Dahmani in die erste Elf.

Bei vorfrühlingshaften äußeren Bedingungen brauchten beide Teams einige Minuten, um auf Temperatur zu kommen. Und dann passierte das, was aus Jenaer Sicht nicht passieren sollte. Mit ihrer ersten Möglichkeit gingen die Gäste aus der Domstadt nach 13 gespielten Minuten in Führung. Über Pintol kam der Ball zu Dahmani, der per Hacke zurück auf Scheu legte. Scheus Flanke von der rechten Seite erreichte wiederum Pintol im Zentrum, dessen Schuss Kübler in höchster Not blocken konnte. Der Abpraller landete vor den Füßen von Maik Kegel, der aus 18 Metern zentraler Position abzog und Raphael Koczor im Tor keine Abwehrchance ließ - 0:1 (13.). Keine 120 Sekunden später flankte Ernst von der rechten Seite ins Zentrum. Grösch schlug im eigenen Strafraum über den Ball. Der Abschluss von Pintol schlug am linken Außennetz ein (15.). Der FCC brauchte viel Zeit, um sich von dem Rückstand zu erholen. Erst nach mehr als 30 Minuten war ein Abschluss der Hausherren zu verzeichnen. René Eckardts Linksschuss ging im zweiten Versuch jedoch weit neben das Tor der Gäste (32.). Mangels eigener Offensivgefahr des FCC musste schon der Gast aus der Domstadt mithelfen. Einen Freistoß von Eckardt beförderte Ernst per Kopf in Richtung eigenes Tor. Doch Rehnen war auf dem Posten und pflückte die Kugel sicher runter (38.). Drei Minuten vor der Halbzeit ging Felix Brügmann im Duell mit Bernhard Kyere im Kölner Strafraum zu Boden. Doch der Strafstoßpfiff blieb zu Recht aus (43.). Keine 60 Sekunden später kam Felix Brügmann erneut im Strafraum der Gäste zu Fall. Diesmal wurde er im Fallen von Ernst mit der Hand leicht an der Hacke getroffen. Aber auch diesmal blieb der Pfiff durch Referee Henry Müller aus Cottbus aus (44.). Und Felix Brügmann rückte vor der Pause noch ein drittes Mal in den Mittelpunkt: Nach einer Flanke von Manfred Starke von der linken Seite steigt der Jenaer Stürmer sieben Meter vor dem Tor der Gäste zum Kopfball hoch, trifft aber relativ freistehend nur die Hintertoraufhängung. Was in Summe blieb, war eine schwache erste Spielhälfte des FCC, in der kaum einer der Akteure auch annähernd zu seiner Normalform fand.

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten schickte Lukas Kwasniok Dennis Slamar als neuen rechten Verteidiger anstelle von Florian Brügmann in die Partie. Keine 60 Sekunden nach Wiederanpfiff hatte Köln im Anschluss an einem zunächst abgewehrten Eckball die erste Tormöglichkeit, doch Volkmer konnte den Schuss eines Fortunen in höchster Not blocken. Nach einem Halten von Brandenburger an Tietz hatte der FCC 10 Minuten nach Wiederanpfiff eine erste gute Option. Starke führte den Freistoß von der rechten Seite kurz aus auf Slamar. Dessen Flachschuss wurde noch abgefälscht, am Ende konnten sich die Domstädter aber befreien. Und die Fortunen waren es auch, die die nächste Tormöglichkeit hatten. Nach einer Stunde flankte Ernst von der rechten Seite. Pintol stieg im Zentrum hoch und beförderte die Kugel per Kopf nur knapp neben das Tor (60.). In der 65. Minute brachte Lukas Kwasniok Fabien Tchenkoua für Dominik Bock in die Partie. Der Franzose beackerte fortan die linke Mittelfeldseite während Manfred Starke auf die rechte Seite wechselte. Kurz nach dem Wechsel setzte sich Dennis Slamar über die rechte Seite durch und flankte in die Mitte. Rehnen zeigte sich bei der Abwehr unsicher und faustete die Kugel direkt vor die Füße von Tietz. Der Jenaer Stürmer zögerte mit dem Abschluss jedoch zu lange, so dass keine echte Torgefahr entstand (66.). Der FCC zeigte sich fortan zumindest etwas bissiger und unternahm den Versuch, über den Kampf ins Spiel zu finden. Doch es blieb weitestgehend bei Stückwerk. Ein Fernschuss von Philipp Tietz sieben Minuten vor dem Ende, mit dem Rehnen keinerlei Probleme hatte, muss schon als ernsthafteste Tormöglichkeit der Jenaer notiert werden. Nach der Hälfte der vierminütigen Nachspielzeit kam Köln durch den eingewechselten Hartmann scheinbar mit 0:2 in Front, doch der Torschütze stand beim Anspiel klar im Abseits. Nach einem Foulspiel an Starke gab es als letzte Möglichkeit einen Freistoß. Eckardt spielte den Freistoß auf Starke, doch dessen Kopfball kann Rehnen entschärfen. Am Ende blieb es somit beim verdienten 0:1 aus Jenaer Sicht. Eine Darbietung, die viele Fragen offenlässt. Stimmen zum Spiel

Justin Gerlach (Spieler des FC Carl Zeiss Jena): „Wir haben uns heute schwer getan. Wir sind nie wirklich in die Partie reingekommen. Wenn man die letzten Wochen sich schwer getan hat, Tore zu schießen, dann ist das wie ein roter Faden. Wir sind verkrampft, finden die Lücke nicht, die wir finden müssten und daran müssen wir arbeiten, dass wir die Tore machen. Wir haben noch eine Menge Spieltage vor uns. Es gibt noch viele Punkte. Klar war es jetzt ein Gegner, der genau einen Platz über uns war. Aber es sind nur 4 Punkte, es sind keine 10, 12, 13 Punkte Rückstand. Es ist alles eng beisammen. Da müssen wir jetzt noch nicht hektisch werden.“

Tomasz Kaczmarek (Trainer des SC Fortuna Köln): „Es ist ein verdienter Sieg. Wir wussten, dass der Gegner einen spielerischen Ansatz hat. Wir wussten, dass der Ansatz sehr interessant ist. Aber dass wir jetzt in so einer Phase im Abstiegskampf, wenn wir es schaffen, immer wieder Ballgewinne zu haben und Nadelstiche zu setzen, dass wir in der Phase den Gegner nach einer Niederlage in Zwickau verunsichern können. Das ist von der Grundidee her aufgegangen, weil wir daraus das 1:0 machen. Ich glaube, dass meine Mannschaft heute wieder gezeigt hat, wie schon vor 2 Wochen gegen Zwickau, dass wir mental stark sind, dass wir wissen, wie man im Abstiegskampf spielt, dass wir es schaffen in schwierigen Situationen Punkte zu holen. Ich muss ganz ehrlich sagen: Es war für uns auch eine zusätzliche Motivation - ich hatte im Vorbericht gelesen, dass wir defensiv Schwächen im Spiel gegen den Ball haben. Das war für uns als Mannschaft eine unfassbare Motivation, heute hier wieder zu null zu spielen. Wir haben jetzt fünf der letzten acht Spiele zu null gespielt. Ich glaube, dass wir uns in der Hinsicht extrem stabilisiert haben, kaum etwas zugelassen haben. Das Einzige, was wir heute hätten besser machen können, wäre schneller das 2:0 zu machen. Ansonsten war es Abstiegskampf. Direkter Konkurrent. Auswärtsspiel. 3 Punkte. Mehr kannst du nicht wollen. Dem Gegner wünsche ich für die restlichen Spiele alles Gute!"

Lukas Kwasniok (Trainer des FC Carl Zeiss Jena): „Alles in allem muss man feststellen, dass es heute eine verdiente Niederlage gewesen ist. Sicherlich auch meine persönlich schwierigste PK. Es so unmittelbar nach dem Spiel zu akzeptieren, dass wir heute die Dinge, die man sich vorgenommen hat, nicht aufs Feld bekommt. Das gehört als Trainer eben auch irgendwo dazu. Ausschlaggebender Punkt war vielleicht, dass wir tatsächlich nach einem ordentlichen Anfang in den ersten 8, 10 Minuten dann völlig unnötigerweise in Rückstand geraten. Mit der allerersten Aktion, wo wir den Ball zwei- bis dreimal klären können oder eben auch den völlig freien Mitspieler finden können. Das gelingt uns nicht. Und mit diesem 0:1 haben wir dann sicherlich 15, 20 Minuten auch schlecht agiert. Wir haben es überhaupt nicht geschafft, in die Endzone zu kommen. Viel zu fehlerhaft. Haben dann trotzdem unmittelbar vor der Halbzeit die riesen Kopfballchance von Felix Brügmann und einen glasklaren Elfmeter, der dem Spiel nicht nur eine Wendung geben kann, sondern auch aus psychologischer Sicht, wenn du kein so gutes Spiel absolvierst unmittelbar vor der Halbzeit sehr wichtig gewesen wäre. Weil wir heute auch schon gemerkt haben, dass die Psyche eine entscheidende Rolle spielt. In der 2. Halbzeit haben wir dann nochmal alles versucht. Haben es aber auch da nicht geschafft, richtig torgefährlich zu werden. Zu kompliziert gespielt, zu lange am Ball gewesen, geistig etwas müde. Und haben dann die eine oder andere Konterchance natürlich auch zugelassen. Ein Lucky Punch wäre dann durch Starke vielleicht möglich gewesen. Aber das wäre alles in allem auch unverdient, auch wenn es ein, zwei Situationen gab, in denen so ein enges Spiel dann auch hätte kippen können. Es war heute leider nicht der Fall. Und so wird man als Trainer ruckzuck zum Krisenmanager. Das ist dann meine Aufgabe, die Mannschaft wieder aufzurichten. Nach vorne zu schauen und kommende Woche gegen Braunschweig zu versuchen, wieder einen Dreier einzufahren. Alles Gute nach Köln. Viel Erfolg im Abstiegskampf. An all diejenigen, die uns abschreiben: Wir kämpfen weiter!“

--da Silva