2006/2007 24. Spieltag: SpVgg Unterhaching - FC Carl Zeiss Jena 2:0

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Spieldaten
Wettbewerb 2. Bundesliga, 24. Spieltag
Saison Saison 2006/2007, Rückrunde
Ansetzung SpVgg Unterhaching - FCC
Ort Generali Sportpark
in Unterhaching
Zeit Fr. 02.03.07 18:00
Zuschauer 5.100
Schiedsrichter Schriever (Otterndorf)
Ergebnis 2:0
Tore
  • 1:0 Lechleiter (3.)
  • 2:0 Rathgeber (80.)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Unterhaching
HeerwagenGelbe Karte.gif
Schaschko, Frühbeis, Darlington OmodiagbeGelbe Karte.gif, Majstorovic
Custos (88. Bucher), Sobotzik, N'Diaye (65. GülselamGelbe Karte.gif), Carsten Sträßer
Kolomaznik (73. Rathgeber), Lechleiter

Trainer: Deutinger

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Giorgi Lomaia
Ronald Maul, Toni WachsmuthGelbe Karte.gif, Alexander Voigt,Stefan Kühne
Tobias Werner, Filip Tapalovic (81. Torsten ZiegnerGelbe Karte.gif), Mark Zimmermann (60. Fiete Sykora), Kevin Schlitte
Sercan Güvenisik (70.Nils Petersen), Mikheil Ashvetia

Trainer: Heiko Weber


Nur Nullen (Spielbericht)

(… und dem Päsi ging vermutlich ein Licht auf.)

Wie auch immer das Fazit der Saison für den ehrwürdigen FCC aussehen wird – gegen die Dörfler aus Randmünchen stehen in erster Linie Nullen in der Statistik.
Gegen einen der überflüssigsten Vereine in Liga 2 gab’s am Ende 0 Tore und 0 Punkte. Als Gästefans im EAS bereiteten Hachinger 0 Stimmung und auch in ihrem eigenen Stadion herrscht 0 Heimspielatmosphäre. Als Fan des Erlebnisses Fußball kann man auf diese Missgeburt des deutschen Fußballs nur Eines haben: Null Bock. Nichts für das Verschwinden dieses Kropfes aus dem bezahlten Fußball getan zu haben, ist ein Vorwurf den sich die Kicker vom Fuße der Kernberge fortan gefallen lassen müssen.
So bleibt (noch) zu befürchten, dass eine der erbärmlichsten Fußball-Kulissen auch in der kommenden Saison 0 Flair verbreiten darf und daran möchte man am liebsten 0 Gedanken verschwenden …

Der Auftakt unserer Fahrt zum grauenhaftesten Punkt der Fußball-Landkarte gestaltete sich als kleine Logistik-Übung: In Leipzigs Südvorstadt stieg Fahrgast 1 zu. Weiter ging’s nach Schkeuditz, wo (wieder mal verspätet) die Fahrgäste 2, 3 und 4 aus Magdeburg kommend zustiegen. Schon in Bad Dürrenberg stieg Fahrgast 4 aus, um sich (vermutlich nach dem Besuch des dort befindlichen „Erotik-Paradieses“?) einer neuen Fahrgemeinschaft anzuschließen. Also weiter Richtung Eisenberg, wo Fahrgast 5 schon wartete. In Jena verabschiedete sich dann zunächst Fahrgast 1 wieder (um in den „Horda-Bus“ umzusteigen) und so konnte dann am anderen Ende der Zeiss-Stadt Fahrgast Nummer 6 eingeladen werden.
(Aufmerksamkeitstest: Wer saß letztendlich nun alles im Auto und wer gehört in welche Stadt?)
Angestachelt durch das Kurvenfeeling in PB schloss sich ab der Raststätte Frankental T.R. wieder unserer Reisegruppe an (was erneut eine Neuaufteilung der Crews zur Folge hatte) und nun konnte es endlich Richtung Haching gehen, um noch 350 sich an Bord unseres Autos befindliche Freikarten rechtzeitig vor Ort abzuliefern.

Wenn es aus Unterhaching Positives zu berichten gibt, dann unter anderem die Unterstützung der Verantwortlichen vor Ort. So stellten diese dem SC ein Kassenhäuschen zur Kartenausgabe zur Verfügung und auch der Umtausch von nicht benötigten Ermässigungs- in Normlzahlerkarten verlief in der Geschäftsstelle der Gastgeber ohne Probleme. Dabei berichtete mir Hachings Geschäftsführer, dass man durch besondere Aktionen ca. 1.000 zusätzliche Heimzuschauer gewonnen habe, die sonst wohl nicht gekommen wären und sehr anerkennend (und wohl auch ein wenig neidvoll) äußerte er sich über das Engagement von Sponsor und SC im Vorfeld dieses Matches.

Überhaupt schien der Sportpark schon Stunden vor Anpfiff ausschließlich von blaugelbweißem Fan-Volk in Besitz genommen. Zeiss-Fans, wohin das Auge blickte und wohin man seinen Fuß auch setzte. Man stelle sich nur mal vor, in der Stadionkneipe wären keine Jenaer gewesen. Dann hätte dort die gleiche gähnende Leere geherrscht, wie später auf den Heimtribünen. Warum die Bediensteten allerdings einen derart genervten Eindruck zur Schau tragen, wenn Thüringer ihnen die Taschen füllen, bleibt zumindest rätselhaft.

Nun trudelte im Minutentakt ein Bus nach dem anderen ein und schon die Verblüffung in den wenigen Hachinger Gesichtern ob dieser Gäste-Invasion wurde immer sichtbarer. Der geneigte Zeiss-Fan hingegen freute sich auf die zu erwartende heiße Auswärtsparty. Darüber zu diskutieren, um wie viele Leute geringer der Auswärtsmob ausgefallen wäre, hätte es keine FCC/SC/rameder.-Aktion gegeben, ist müssig. Denn auch der gesponserte Reisepreis von nur 5 Euro setzt bei allen Angereisten eines voraus: zumindest ein klitzekleines Fünkchen blaugelbweißer Liebe, denn warum sonst sollte man sich auf den Weg in eine der ödesten deutschen Fußballgegenden begeben? Okay, einige der Angereisten schienen wirklich nur sehr seltene Fußball-Gäste zu sein (und Einige benahmen sich auch so), doch wer will schon darüber richten, im fußballerischen Überlebenskampf der Glorreichen zählt zunächst mal jede Stimme.
Kurioses gab es dann beim Einlass zu erleben. Während sich die Herren der Security beim Kartenabreißen verausgabten, nutzten die weiblichen Securitas den massenhaften Andrang stattlich geformter Männerleiber (okay, es gab bei den Angereisten auch Ausnahmen) zu ausgiebigen Abtastübungen und machten dabei auch vor wirklich keinem Körperteil halt. Was auf den ersten Blick recht lustig wirkt, scheint auf den zweiten doch recht merkwürdig. War es die Aussicht auf derartige Befühlung oder der Wunsch, sich auch mal das Erlebnis Fankurve zu gönnen? Jedenfalls mischte sich gestern auch Jenas Marketingchef (ja, so was gibt’s beim FCC auch) wohl unters Kurvenvolk. Nach Betreten der Spielstätte musste man zunächst fair anerkennen, dass es sich dabei um ein durchaus ansehenswertes und respektables Zweitligastadion handelt. Wer PB gesehen hat, muss den Sportpark loben. Was jedoch den Besuch und die Stimmung im Heimbereich anging, so genügt als Beschreibung nicht „grausam“, da muss schon ein „verachtenswert“ her! Beim Tanztee im Seniorenheim geht sicher um ein Vielfaches mehr die Post ab, als im „Fanblock“ dieses Gruselvereins. Und mit Sicherheit hat jeder Tanztee-DJ mehr Realitätssinn als der unsägliche Animationskasper vor der Tribüne. Aber wer sich vor eine mit 150 Mann besetzte Tribüne stellt und mit einer Verve, als gelte es das Nou Camp anzuheizen, „die lieben Haching-Fans“ um Stimmung bittet, sollte dringend den Arzt seines Vertrauens aufsuchen und zukünftig möglichst keine Therapie-Stunde mehr versäumen. Peinlich!

Derweil legten sich die ca. 1.900 FCC-Supporter in Zeug, feierten vorab ihre Helden und lieferten den Kids und Senioren aus der Vorstadt ein wenig Anschauungsunterricht in Sachen Auswärtsstimmung.
Es war angerichtet.
Und die Sache war schnell gegessen.
Noch ehe das blaugelbweiße Fußballmenue serviert werden konnte, hatte (wieder mal) Lechleiter allen die Suppe versalzen. Inkonsequenz und Schlafmützigkeit in der Jenaer Abwehr ausnutzend nahm er einen Pass Sobotziks auf und steuerte das „Lohmeier“-Gehäuse an. Dabei wurde er von den Blauen mehr eskortiert als attackiert und nutzte diese unverständliche Großzügigkeit um den „Löwen" im Tor auszuspielen und einen schmerzhaften Stich ins Jenaer Fanherz zu setzen.(2.) Zurück lies dieser Treffer nicht nur entsetzte Gästefans, sondern völlig verunsicherte Zeiss-Kicker. Sollte sich durch neun Punkte in Folge so etwas wie Selbstvertrauen aufgebaut haben, so fiel dieses in Sekundenbruchteilen in sich zusammen wie das sprichwörtliche Kartenhaus. Die Verunsicherung, Hilf- und Ratlosigkeit der Unseren schien nicht nur sicht- sondern auch greifbar. Der Wille Großes zu vollbringen (wenn er denn an diesem Abend überhaupt bei allen vorhanden war) war wie weggefegt und wurde nie wieder wirklich sichtbar. Dies war für mich die größte Enttäuschung bezüglich der Weberlinge. Sich im Abstiegskampf derart psychologisch ungefestigt zu präsentieren, überraschte schon. Nicht verwunderlich, dass Lomaia schon 2 Minuten später erneut per Fuß klären musste, um die schnelle Vorentscheidung zu vereiteln. Schlittes Kopfball nach 5 Minuten, Güves von Heerwagen gehaltener Schuss (nach feiner Drehung) nach 9 Minuten und Kühnes Freistoß nach 12 mögen zwar erwähnenswert sein, echte Gefahr und Hoffnung auf Besseres verbreiteten sie eher nicht. Haching hatte das Spiel im Griff und zeigte in den ersten 25 Minuten Schwächen in Jenas Defensive auf, die man schon vergessen wähnte. Lange Bälle auf die Außen oder in die Schnittstellen der Viererkette stürzten die Gäste samt ihren Fans von einem Schwächeanfall in den nächsten. Und hätte es bei einem der zahlreichen schnellen Angriffe der Hachinger bis zur 25. Minute erneut gescheppert, es wäre nicht unverdient gewesen. Was war nur mit unserer Defensive los? Tapalović wirkte behäbig, Kühne (zwar bemüht und sehr emsig, aber mit Abstimmungsproblemen) konnte LvS nicht ersetzen, RM agierte reichlich hektisch, Wachser war am Boden ungewohnt schwach (gewann zwar die Duelle per Kopf, spielte dabei jedoch meist zum Gegner) und Voigt war lediglich solide, ohne Souveränität auszustrahlen. Nächster Aufreger dann in Minute 28, als einer der Hachinger das milde Abendwetter zum Schwalbenflug nutzen wollte und dafür die GK hätte bekommen müssen! Ein wenig rüttelte dieser Sturzflug die Ruhmvollen wach und so kamen TW zu einer Schusschance (gehalten, 29.) und Ashvetia zu einem guten Kopfball nach Flanke von rechts (30.). Erneute Hoffnung bei TW’s Kopfball in der 31. (vorbei) erlahmte dann jedoch recht schnell.

Wer hoffte, denn Unseren würde noch irgendwie ein Licht aufgehen, sah sich zunächst jedoch getäuscht. Sollte es sich bei dem weißen Audi mit Gothaer Kennzeichen jedoch um den Vermuteten handeln, so ist wohl gestern Abend unserem Präsi irgend ein Licht aufgegangen und er hat vor lauter Freude darüber vergessen, dass seines KFZ aus zu schalten. (Vermutlich ist ihm auf der Anreise in den Süden eine zündende Idee gekommen, wie die unhaltbaren und mittlerweile skandalös anmutenden Zustände beim Zugang in den Block A [und somit auch B] bei Heimspielen im EAS behoben werden. Man darf hoffentlich gespannt auf die Ergebnisse sein.)

Ein kleines Fünkchen Hoffnung noch in den 2 Minuten vor der Pause, als es eine Art Minimini-Druckphase der gestern mal wieder nicht ganz so Heldenhaften gibt, zunächst ein schöner Schuss TW’s zur Ecke abgewehrt wird und nach der folgenden Ecke Güve eine aus meiner (Fern)Sicht einhundertprozentige Kopfballchance vergeigt (43./44.).
Halbzeit im Sportpark.

Verwunderung allenthalben, hatte man doch gedacht, derartige Auftritte blieben einem bis auf weiteres erspart. Dennoch ist es ausgerechnet der Verbal-Clown am Stadionmikrofon, der in der Pause die Hoffnung auf Gerechtigkeit nährt. zuerst labert er in einer diesem Verein nicht zustehenden Großkotzigkeit vom feststehenden nächsten Heimsieg in 14 Tagen, um dann die unverschämteste Bemerkung des Abends seinem penetranten Groß.maul entweichen zu lassen: “Auf geht’s, liebe Haching-Fans, das ist unser Heimspiel!“ Es muss doch auch in Randmünchen möglich sein, einen Platz in der „Geschlossenen“ zu bekommen, oder?

Die Geschichte der 2. Halbzeit ist schnell erzählt, ist sie doch der 1. sehr ähnlich. Die Gastgeber halten mehr schlecht als recht den Ball im Spiel und den Gästen fällt auch nicht mehr ein. Dabei zeigt sich doch schon bei Schlittes Eingabe von rechts (53.), dass dieser rotweiß-gewandete Unhold lediglich zum Fliegenfänger taugt und ansonsten ebenso erbärmliches Benehmen an den Tag legt, wie alle, die sich freiwillig eine derartige Farbkombination zum Fußballspielen anziehen. Gesprächsstoff reichlich gab’s dann in Minute 57. Zunächst schien es so, als hätte uns der Schiri einen klaren Handelfmeter verweigert (Handspiel durch Hachings Nummer 11) und anschließend sah es im Mittelkreis verdammt nach einer Tätlichkeit eines Dorffußballers gegen einen der Blauen aus. (TV-Bilder habe ich jedoch noch nicht gesehen.) Zumindest folgen magere 15 Minuten FCC-Fußball, wie man ihn sich über den gesamten Spielverlauf gewünscht hätte. Allerdings versiebt Fiete in der 61. eine gute Schusschance und hat kurze Zeit später Pech. Die Ecke, die auf Schlittes von Heerwagen gehaltenen Schuss folgt, nutzt Fiete zum Kopfball, den wiederum einer der Antifußballer glücklich von der Linie köpfen kann. Da aller guten Dinge 3 sind, ist es wieder Fiete, der in der 66. abzieht, aber auch ihm gelingt es nicht die Bahnschranke im Tor der Einheimischen zu überwinden. So muss schon in der 75. Lomaia wieder klären, was er in der79. wiederholt, als er den Ball zur Ecke lenkt. Es ist die Minute, als alle Augenpaare der Jenaer Fans zur Auswechselbank blicken, bereitet sich doch dort Jenas aktuellstes Fußballidol auf seine Einwechselung vor. So bekommen viele gar nicht mit, wie die Ecke in den Fünfmeterraum schwebt, Rathgeber unbedrängt hochsteigt und seelenruhig einköpft. 2:0 und das Undenkbare wurde zum Fakt.

Ja, Ziege hat dann noch 15 Minuten mitgespielt (dabei schwache, ungenaue Pässe gespielt und einen ruhenden Ball über das Fangnetz gejagt) aber sein Comeback hätte einen würdigeren Rahmen verdient. In der 89. Minute verhindert „Lohmeier“ Ärgeres und als der Abpfiff ertönt, ist es wieder da, dieses blöde Gefühl, zumindest für den Augenblick von einer schmerzenden Qual erlöst zu werden. Wohl ahnend und wissend, dass die wahren Qualen noch über das Wochenende hinaus anhalten werden.

Jenas „2. Anzug hat (überraschend) nicht gepasst. Das Spiel nach vorn z. B. wollte man so eigentlich nicht mehr sehen. Das Fehlen Fröhlichs konnte nie kompensiert werden. Wie wertvoll ein Spieler ist, merkt man oft erst, wenn er fehlt. So wie gestern eben CF. Sein Zug nach vorne, seine Dribblings, mit denen er auch mal 2, 3 Gegner bindet und auch seine Flanken habe ich gestern vermisst. Er ist Einer, der, auch wenn es eng wird, mal an den Ketten zerrt. Davon gab es gestern zu wenige im Team der Nummer 1 im Land. Auch El Berkanis Fehlen war gestern nicht kompensierbar. Gelegentlich ob seiner tempomindernden Spielweise auch von mir kritisiert, hätte ich ihn mir gestern auf dem Platz gewünscht. Den Ball mal annehmen, in den eigenen Reihen halten, das Spiel strukturieren und auch mal Ruhepunkte setzen, die konnte gestern keiner. Mit El Berkani hat genau solch ein Typ gefehlt. Und im Sturm? Ashvetia wirkte unauffällig und unkonzentriert. Güve lässt sein Können sekundenweise aufblitzen, verschwindet dann aber wieder minutenlang von der Bildfläche und ist vom Ausstrahlen echter Torgefahr noch weit entfernt.

Wenn also nicht Alles zusammen passt, liegt noch Vieles im Argen. Wer glaubte, der große Befreiungsschlag sei ein Selbstgänger, hat sich getäuscht. Sollten einige Herren des kickenden Personals so gedacht haben, dann sollten auch sie ganz schnell umdenken. Punkte in Rostock oder K’lautern nützen am Ende ebenso wenig wie Heimsiege gegen Köln oder 1860 (Haching war übrigens gegen 1860 beim 5:1 daheim genau 2 Tore besser), wenn sich Teams wie Haching gegen uns 6 satte Punkte abholen. Wenn jemand wissen will, warum diese Truppe seit langer Zeit im Profifußball rumnervt, so möge er sich deren letzte zwei Spiele ansehen: die vergeigen eben in der Pfalz sang- und klanglos 0:4 stecken das weg und schicken wenige Tage später einen ambitionierten Mitkonkurrenten ebenso kurz und trocken mit 0:2 heim. Die gewinnen seit Jahren nur Grottenkicks (mit wenigen Ausnahmen, s. o.) auf üble und unansehenswerte Art und Weise. Aber sie gewinnen dies „Schlüsselspiele“ und sollten die Fußballgötter nicht doch ein baldiges Einsehen haben, nerven sie wohl noch ein weiteres Jahr.

Der Beitrag begann mit einigen Nullen. Auch der Aufenthalt in Haching endete mit einer solchen- diesmal leibhaftig. Herr W. vom Boulevard-Konkurrenzblatt der Blitz-Post wehte im Wollmäntelchen und mit weißem Schal über den Parkplatz daher und fühlte sich bemüssigt, eine kurze Spieleinschätzung zu geben. Er begann mit „Ich war ja schon mal mit R**-W*** E***** hier, …“ Ich musste gehen …

So war es wieder eine dieser eher ruhigen, nachdenklichen und wortkargen Heimfahrten. Auch der nun auf der Rückfahrt zusätzlich anwesende Herr Jägermeister konnte die Mitfahrer nur wenig trösten. Das hatte man sich anders vorgestellt.

Der FCC hat gestern einen Satzball vergeben.
Der Satz ist noch nicht verloren, geht aber in den Tie-Break.
Sonntag gegen den KSC ist es so weit.
Gefragt sind dann (wieder) Leidenschaft und Herzblut.
Wir Fans werden sie mitbringen.
Das Team sicher auch und gilt wieder nur:

„… Wir halten fest zusammen und kämpfen bis zum Schluss!“

Nachtrag:
Die Fans des ruhmreichen FCC haben gestern dazu beigetragen, dem Stimmungsgrab der 2. Liga schlechthin vernünftiges Fanleben einzuhauchen. Nur der Anwesenheit der blaugelbweißen Heerscharen war es zu verdanken, dass dieses Spiel in der zweithöchsten deutschen Spielklasse einen halbwegs würdigen Rahmen erhielt. Daher gebührt besonderer Dank all denen, die viel Zeit, Mühe und Nerven dafür aufgewandt haben, dies zu ermöglichen. Schade, dass der Dank der Mannschaft aus blieb. Dennoch, der FC Carl Zeiss Jena und seine Fans haben (bis auf wenige Ausnahmen) ein Zeichen gesetzt.
Viele Grüße nach Dresden und Leipzig und an alle Pauschalierer der ostdeutschen Fanszene.

--Kopfnuss 12:35, 3. Mär. 2007 (CET)