2011/2012 06. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - Kickers Offenbach 1:2

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Spieldaten
Wettbewerb 3. Liga, 6. Spieltag
Saison Saison 2011/2012, Hinrunde
Ansetzung FCC - Kickers Offenbach
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 20.08.2011 14:00 Uhr
Zuschauer 4.417
Schiedsrichter Bibiana Steinhaus (Hannover)
Ergebnis 1:2 (1:1)
Tore
  • 1:0 Fries (25., Vorarbeit
    Ch. Siefkes)
  • 1:1 da Costa (44., Foulelfmeter)
  • 1:2 Hahn (75., Kopfball)
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Programmheft
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Tino Berbig
Kai-Fabian SchulzGelbe Karte.gif, Alexander Voigt, Alexander Maul, Josip LandekaGelbe Karte.gif (74. Martin Ullmann)
Ralf Schmidt
Nils MiatkeGelbe Karte.gif, Sebastian Hähnge, Sebastian Fries (72. Philipp Grüneberg)
Velimir Jovanovic, Christoph Siefkes (60. Sebastian DoroGelbe Karte.gif)

Trainer: Heiko Weber

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Offenbach
Robert Wulnikowski (31. Daniel Endres)
Marc Stein, Markus Husterer, Stefan Kleineheismann, Stefan Hickl
Sead MehicGelbe Karte.gif
Elton da Costa, Lars Bender (60. Christian Telch), Stefan Vogler, André HahnGelbe Karte.gif
Pascal Testroet (73. Daniel Henrich)

Trainer: Arie van Lent

Spielbericht

Beim FCC gab es im Vergleich zum torlosen Unentschieden in Heidenheim personell eine Veränderung. Für den gelb-rot gesperrten Robert Zickert rückte Sebastian Fries in die Startelf. Die rechte Außenverteidigerposition von Zickert übernahm Kai Schulz, Sebastian Fries begann auf der linken Mittelfeldseite, Nils Miatke wechselte auf die rechte Mittelfeldseite. Der Versuch, das "Robbery"-System des FC Bayern zumindest zur Hälfte zu kopieren, misslang, vor allem weil Linksfuß Miatke auf der ungewohnten rechten Seite nie wirklich ins Spiel fand. Es war desöfteren festzustellen, dass er den Ball erst vom rechten auf den starken linken Fuß umlegen musste, um zu flanken oder er beim Tackling auf der aus seiner Sicht falschen Seite Probleme hatte. Der FCC agierte sonst mit einem 4-4-2-System mit Jovanovic und Siefkes in vorderster Front und der Raute im zentralen Mittelfeld mit Schmidt (defensiv) und Hähnge (offensiv).

Einige aus der kleinen Schar der mitgereisten ca. 150 - 200 Fans der Offenbacher Kickers (BRD), stellten mit "Juden Jena"-Rufen bereits vor dem Anpfiff ihre Intelligenz unter Beweis. Bei herrlichstem Fußballwetter und idealen äußeren Bedingungen, fanden insgesamt nur 4.417 Zuschauer den Weg ins Ernst-Abbe-Sportfeld. Ob die Schuleinführungsfeiern in Thüringen am doch enttäuschenden Zuschauerzuspruch schuld waren oder doch einige das Schwimmbad dem Stadion vorzogen, werden wir wohl nie erfahren.

Hinein ins Spiel, das mehr als 20 Minuten zu Beginn Sommerfußball ohne große Chancen hüben wie drüben bot. Erstmals gefährlich wurde es für das Tor von Robert Wulnikowski, der nach seiner Verletzung aus dem Spiel in Heidenheim erneut mit einem Spezialhelm auflief, als Velimir Jovanovic nach Vorbereitung von Miatke und Schulz aus spitzem Winkel zum Abschluss kam. Seinen Schuss konnte der Offenbacher Schlussmann jedoch mit etwas Mühe zur Ecke klären. Nur eine Zeigerumdrehung später gelangte der Ball aufgrund einer zu kurzen Abwehr eines Offenbacher Verteidigers zu Ralf Schmidt, der den Ball durch die Schnittstelle der Abwehr spielte. Christoph Siefkes konnte seine Schnelligkeitsvorteile nutzen, erreichte den Ball noch vor der Grundlinie und flankte nach Innen, wo Sebastian Fries aus Nahdistanz zum 1:0 vollendeten konnte. Nach einem Eckball von Christoph Siefkes stieß Wulnikowski beim Herauslaufen mit einem eigenen Mitspieler zusammen und blieb zunächst regungslos liegen. Nach mehrminütiger Behandlung, an der auch Dr. Heribert Zitzmann, der Mannschaftsarzt des FCC mitwirkte, stand fest, dass es für Wulnikowski nicht weitergehen kann. Für ihn kam Daniel Endres. Kurz nach seiner Einwechslung musste Endres erstmals einstecken, als Nils Miatke beim Versuch den Ball zu erreichen, unglücklich in den Offenbacher Schlussmann rutschte und hierfür von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus verwarnt wurde. Die Vorzeigefrau des DFB, die vor dem Anpfiff noch mit Applaus empfangen wurde, rückte gegen Ende der ersten Hälfte immer mehr ins Blickfeld des Geschehens. 5 Minuten vor dem Seitenwechsel übersahen sie und ihr Assistent auf der Haupttribünenseite einen klaren Schlag von Offenbachs Stefan Hickl gegen Sebastian Fries. Statt auf Freistoß zu entscheiden und Hickl die gelbe Karte zu zeigen, ließ die Unparteiische aus Hannover weiterlaufen. In die bis dahin eigentlich faire Partie kam immer mehr Hektik und Unruhe. Josip Landeka grätscht von hinten in Richtung Stefan Hickl, ohne ihn wirklich zu treffen. Auch dieses Foul eines Spielers des FCC, hielt Steinhaus für verwarnungswürdig. Der anschließende Freistoß des Offenbacher Kapitäns Elton da Costa wurde zunächst abgewehrt und die Kugel gelangte in den rechten Teil des Strafraums. Ralf Schmidt versucht zu klären, wird dabei von Hickl geschoben und berührt Nezugang Stefan Vogler leicht am Sprunggelenk. Vogler, der schon vorher im Stile einer Boing 737 zum Abflug angesetzt hatte, kommt nur mit Mühe kurz vor dem Gästeblock wieder auf den Boden. Für Bibiana Steinhaus handelte es sich jedenfalls um ein elfmeterwürdiges Foul. Ob ihre Vorstellung durch den Stadionsprecher als Bibiana Steinhäuser oder doch der hektisch winkende Schiedsrichterassistent auf der Haupttribünenseite bei der Entscheidungsfindung mitgewirkt haben, bleibt offen. Elton da Costa lässt sich die Möglichkeit jedenfalls nicht nehmen und verwandelt sicher unten links (44.). Mit dem 1:1 ging es auch in die Pause.

Die Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine und die zweite Spielhälfte begann ähnlich wie die ersten 45 Minuten mit vielen Mittelfeldduellen und Leerlauf in der Offensive.Einen ersten Flachschuss von Miatke (54.) hielt Endres sicher. Vier Minuten später konnte sich Jovanovic gut gegen einige Gegenspieler durchsetzen. Sein Schuss von der Strafraumgrenze ging jedoch über das Offenbacher Gehäuse. Nach einer Stunde wechselte Heiko Weber Sebastian Doro für Christoph Siefkes ein. Der Neuzugang von der TSG Hoffenheim bildete von nun an zusammen mit Ralf Schmidt die Mittelfeldzentrale. Sebastian Hähnge rückte dafür in den Sturm neben Jovanovic. Auf Seiten des FCC gab es in der Folgezeit zwei weitere Wechsel. 20 Minuten vor dem Ende kam Philipp Grüneberg für den Torschützen Sebastian Fries in die Partie. Josip Landeka musste den Platz drei Minuten später verletzungsbedingt verlassen. In einem Zweikampf zog er sich eine Platzwunde am Kopf zu und wurde von Martin Ullmann ersetzt. Nils Miatke übernahm ab diesem Zeitpunkt die Position des linken Außenverteidigers von Joe Landeka. Einen Befreiungsschlag eben jenes Nils Miatke bekam Sebastian Hähnge in Minute 75 nicht unter Kontrolle und verliert den Ball an Elton da Costa. Die Flanke des Brasilianers gelangt zu André Hahn, der von Kai Schulz beim Kopfball nicht entscheidend gestört werden kann. Der Kopfball des Neuzugangs von der TuS Koblenz, setzte noch einmal auf und springt dann am wie versteinert stehengebliebenen Tino Berbig vorbei ins Tor des FCC - 1:2. Es schien so, als wäre dieser Kopfball durchaus haltbar gewesen. Auf der Gegenseite hatte Sebastian Hähnge nach Balleroberung von Ralf Schmidt die Möglichkeit zum Abschluss (77). Sein Schuss geriet jedoch zu unplatziert und konnte von Endres wegefaustet werden. Philipp Grüneberg, der nach seiner Einwechslung für eine deutliche Belebung der Offensive des FCC sorgte, suchte vier Minuten vor dem Ende noch einmal den Abschluss. Sein Flachschuss jedoch strich links am Gehäuse von Daniel Endres vorbei.

Letztendlich blieb es beim 1:2 und einer vollkommen unnötigen Heimniederlage. Erneut wurde eine eigene Führung aus der Hand gegeben. Auch wenn Arie van Lent zur Verwunderung einiger Anwesender, auf der Pressekonferenz nach dem Spiel davon sprach, dass sein OFC über weite Strecken das Spiel bestimmt habe, war es doch insgesamt ein glücklicher Sieg der Hessen, die mehr durch Theatralik und Schauspielkunst als durch fußballerische Klasse aufgefallen sind. Heiko Weber zeigte sich auf der Pressekonferenz stinksauer, ob des Umstands, dass es in dieser Spielzeit erst einmal gelang, eine 1:0-Führung, die es in insgesamt 4 Spielen gab, auch über die Zeit zu bringen. Er sprach von unnötigen Fouls auf den Außenbahnen und davon, dass die entscheidenden Zweikämpfe in der 2. Halbzeit verloren wurden. Auch vor dem 1:2 habe man drei Mal die Möglichkeit gehabt, den Ball zu klären. Letztendlich sei es schwer, die Schläge zu verdauen und er werde die junge Truppe auch nicht verdammen. Aktuell werde man nach Aussage von Heiko Weber bei Auswechslungen nicht stärker, sondern diese schwächen sein Team - ausdrücklich ausgenommen von dieser Kritik hat Weber Philipp Grüneberg nach einer beherzten Leistung. Bei einigen Spielern fehle es, so Heiko Weber, auch am Willen.

--da Silva