2011/2012 20. Spieltag: SV Wacker Burghausen - FC Carl Zeiss Jena 4:2

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Spieldaten
Wettbewerb 3. Liga, 20. Spieltag
Saison Saison 2011/2012, Rückrunde
Ansetzung SV Wacker Burghausen - FCC
Ort Wacker-Arena in Burghausen
Zeit Sa. 10.12.2011 14:00 Uhr
Zuschauer 2.800
Schiedsrichter Sven Jablonski (Bremen)
Ergebnis 4:2 (1:0)
Tore
  • 1:0 Glasner (3.)
  • 1:1 Hähnge (47.)
  • 1:2 Zickert (50.)
  • 2:2 Eberlein (53.)
  • 3:2 Glasner (59.)
  • 4:2 Eberlein (70.)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Burghausen
René Vollath
Christoph Burkhard, Darlington Omodiagbe, Josef CinarGelbe Karte.gif, Ronald Schmidt (17. Matthias Heidrich)
Marco Holz, Alexander Eberlein
Christian Brucia, Youssef Mokhtari, Nicky Adler (79. Maximilian Thiel)
Sebastian Glasner (72. Sahr Senesie)

Trainer: Rudi Bommer

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Tino BerbigGelbe Karte.gif
Martin Ullmann, Kai-Fabian Schulz, Alexander Voigt, Nils Miatke (59. Christoph Siefkes)
Robert ZickertGelbrote Karte.gif, Josip Landeka (46. Ralf SchmidtGelbe Karte.gif)
René Eckardt, Sebastian Hähnge, Jan Simak (72. Sebastian Fries)
Nils Pichinot

Trainer: Petrik Sander

Spielbericht

Als ich am späten Vormittag meine Reise von München nach Burghausen starte liegt bereits eine weiße Schneedecke über Bayerns Landeshauptstadt und Frau Holle sorgt fleißig für Nachschub. Je weiter der Zug sich in Richtung österreichischer Grenze bewegt, desto mehr geht der Schnee in (leichten) Regen über. Der Himmel weint, als ob er in die Zukunft schauen kann. Beim Warmmachen dann die erste große Überraschung für mich. Ich meine doch tatsächlich Ralf Schmidt unter den Warmmachenden zu erspähen. Aber das kann nicht sein. Schließlich ist er doch verletzt… Das wird wohl irgendein Nachwuchsspieler sein den ich noch nicht kenne.

Jena beginnt mit folgender Aufstellung. Berbig hütet wie immer das Tor. Die Viererabwehrkette mit Miatke, Voigt, Schulz und Ullmann soll zusammen mit der Doppel-6 Zickert und Landeka für die notwendige Stabilität sorgen. Im offensiven Mittelfeld sollen Simak, Hähnge und Eckardt die einzige Spitze Pichinot mit Vorlagen füttern.

Das Spiel hat noch gar nicht richtig angefangen, da folgt schon die große Ernüchterung. Eberlein kann Glasner im Fünfer unbedrängt den Ball zuspielen und drin ist der Ball. Das geht viel zu einfach. Und der gemeine FCC-Fan ist bereits bedient. Aber der FCC ist nicht geschockt und nimmt fortan das Heft in die Hand und erarbeitet sich eine leichte optische Überlegenheit. In der 7. Minute versucht Eckardt den Burghauser Schlussmann zu überwinden, sein Schüsschen ist jedoch zu schwach. Drei Minuten später schlägt Hähnge eine tolle Flanke in den Strafraum, aber niemand kommt ran und Vollath hält den Ball sicher. In der 11. Minute kann Hähnge den Ball, nach Pass von Miatke, erneut in den Strafraum schlagen. Über Umwege landet dieser wieder bei Miatke. Doch dieser verzieht. Schade. Aber trotz allem starke Anfangsphase des FCC, trotz des Rückstandes. In der 17. Minute versucht es Simak mit einem Weitschuss. Doch Vollath ist wieder auf den Posten. Die nachfolgende Ecke bringt dann leider nichts ein. So ab der 25. Minute verschiebt sich das Kräfteverhältnis allmählich zu ungunsten des FCC.

Die erste große Chance vergibt dabei in der 30. Minute Brucia, nach einem Freistoß von Mokhtari. Kurz darauf vergibt auch Eberlein. Wir befinden uns in der stärksten Phase der Burghauser in der ersten Halbzeit. Chancen im Minutentakt und die Abwehr des FCC kommt mächtig ins Schwimmen. Beispielsweise sei ein gefährlicher Konter in der 32. Minute erwähnt, als Holz einen gefährlichen Steilpass auf Brucia spielt und dieser dann freie Bahn hat. Simak klärt in höchster Not. In der 34. Minute zur Abwechslung mal wieder Jena. Simak bereit zum Freistoß. Es gibt etwas Gerangel im Strafraum. Auf einmal liegt ein Burghauser am Boden. Und Zickert bekommt Gelb. Diese sollte später noch Wichtig werden. Als dann Simak aus halblinker Position endlich schießen kann, klärt der starke Vollath erneut. Danach passiert bis zur Schlussphase nicht mehr viel in Halbzeit 1. Mokhtari kann allerdings in Minute 45 nochmal Holz in Szene setzen. Doch dieser verzieht. Und auch der Doppelpass in der Nachspielzeit von Simak und Pichinot am Burghauser Strafraum bringt nichts ein und somit geht es mit einem 1-0 Rückstand in die Kabine.

Nach der Pause zeigt sich, dass meine Augen doch besser sind als gedacht. Für Landeka kommt nun tatsächlich Ralf Schmidt ins Spiel und gibt sein Comeback nach langer Verletzungspause. Willkommen zurück! Genau wie die erste Halbzeit beginnt auch der zweite Durchgang mit einem Blitzstart. Simak flankt in den Strafraum auf Hähnge, dessen Kopfball lässt Vollath abprallen, doch der Ball landet erneut bei Hähnge, dieser umkurvt Vollath und schiebt ein. TOOOOOOOR!

Doch ähnlich wie Jena in der ersten Hälfte zeigt sich auch Burghausen nach dem Gegentreffer keineswegs geschockt. In der 48. Minute wird Eberlein schön freigespielt, scheitert jedoch an Berbig. Eine Minute später nochmal genau die gleiche Situation. Burghausen drängt auf eine schnelle Antwort. Die darauffolgende Ecke ist zwar gefährlich, bringt aber letztlich auch nichts ein. Auf der Gegenseite jetzt ein Standard für Jena. Wir schreiben die 50. Spielminute. Simak führt den Freistoß aus, Zickert köpft, TOOOOOOOR! Jetzt brechen alle Dämme! Jena hat das Spiel gedreht. Die Freude ist groß. Doch mitten im Jubelrausch dann der Schock: Gelb-Rot für den Torschützen. Ratlosigkeit allenthalben. Wofür? Die Mutmaßungen reichen von auf Auf-Den-Zaun-Klettern bis Trikot ausziehen, aber niemand hat was Entsprechendes gesehen. Fassungslosigkeit macht sich breit. Und man ahnte bereits: das wird eine harte halbe Stunde zu Zehnt. Es sollte gerade mal 3 Minuten dauern, ehe die Gastgeber wieder Jubeln durften. Eberlein zieht einfach mal ab und drin ist der Ball. Und Burghausen setzt nach: in der 56. Minute scheitert Glasner nach einen sehenswerten Volleyschuss noch an der Latte, macht es aber 4 Minuten später besser. Er steht total frei und macht das Ding. Burghausen hat die Partie wieder zurückgedreht. Doch wer dachte dass die FCC-Kicker nun den Kopf in den Sand stecken, sah sich getäuscht. Kämpferisch wirklich eine tolle Leistung von beiden Mannschaften. Die Zuschauer sahen ein intensives Spiel. In der 62. Minute versucht es Hähnge nochmal mit einem Weitschuss. Aber diesmal geht er knapp vorbei. Und dann in der 66. Minute die größte FCC-Chance zurück ins Spiel zu kommen. Schulz schlägt den Ball weit auf Pichinot. Dieser ist durch und brauch nur noch den Torwart zu überwinden. Doch NEIN, er schießt ihn nur an. Das hätte es sein MÜSSEN! In der Schlussphase versucht der FCC nochmal alles. Fries und Siefkes sind mittlerweile ins Spiel gekommen, doch die Angriffe sind zu harmlos. Einzige nennenswerte Chance für Jena unmittelbar vor Fries‘ Einwechslung in der 72. Minute. Als Eckardt auf Simak flankt und dieser aus halbrechter Position verzieht. Burghausens Konter sind insgesamt gefährlicher. So darf in der 84. Minute jeder Burghauser mal Schießen, ehe Berbig den letzten Schuss schließlich hält oder in der 90. Minute rennen 2 Mann auf Berbig zu, aber dieser kann erneut klären.

Insgesamt muss man leider sagen, dass der Sieg von Burghausen durchaus in Ordnung geht. Auch wenns wehtut. Der Regen war übrigens ein ständiger Begleiter des Spiels. Der Himmel weinte. Und nun wusste auch jeder warum.

-- Cunego