2014/2015 21. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - SV Babelsberg 03 1:1

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 21. Spieltag
Saison Saison 2014/2015, Rückrunde
Ansetzung FCC - SV Babelsberg 03
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit So. 22.03.2015 13:30 Uhr
Zuschauer 5.685
Schiedsrichter Martin Bärmann (Leipzig)
Ergebnis 1:1 (1:1)
Tore
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Jena
Raphael Koczor
Sören Eismann, Pierre Becken, Justin GerlachGelbe Karte.gif, Filip Krstić (80. Mathis Böhler)
Yves Brinkmann (46. Jakub Wiezik), Marius Grösch, Alexander Hettich, Daniel Rupf, René Eckardt
Velimir Jovanovic (65. Maxim Banaskiewicz)
Trainer: Volkan Uluç


Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Babelsberg
Marvin Gladrow
Severin Mihm, Laurin von Piechowski, Julian ProchnowGelbe Karte.gif, Ugurtan Cepni
Enes UzunGelbe Karte.gif (75. Jean-Marc Soine), Leon HellwigGelbe Karte.gif, Lovro Sindik, Bilal Cubukcu, Maximilian Zimmer (59. Miroslav Hečko)
Tobias Grundler (65. Rafaël Makangu)
Trainer: Cem Efe

Spielbericht

Remis gegen Babelsberg 03

Das Duell am 21. Spieltag zwischen dem FC Carl Zeiss und dem Tabellenneunten SV Babelsberg 03 ist mit einem 1:1-Unentschieden zu Ende gegangen. Vor 5685 Zuschauer hatte Alexander Hettich unser Team nach sieben Minuten in Führung gebracht. Bereits Mitte der ersten Hälfte stellte Maximilian Zimmer den Endstand her.

Beim FCC fehlten zwei Akteure aus der Startformation des Halberstadt-Matches. Dass Tino Schmidt bis Saisonende wegen Verletzung nicht mehr zur Verfügung stehen wird, war unter der Woche bereits publiziert worden. Heute folgte die Nachricht, dass sich auch Maximilian Wolfram wegen eines Überbeins am Knie bald einer Operation unterziehen muss. Yves Brinkmann und Daniel Rupf rutschten neu in die erste Elf.

Babelsberg stellte von Beginn an den erwartet unbequemen Gegner dar. Selten zuvor in dieser Saison sah man einen Kontrahenten in der Anfangsphase so hoch stehen wie den SV 03, der kurz hinter dem Mittelkreis seine Verteidigungslinie aufbaute. Erstmals durchbrochen wurde dieser Wall nach sechs Minuten, als vier Jenaer gegen ebenso viele gegnerische Spieler den Erfolg suchten. Dafür war der Abschluss von Alexander Hettich jedoch noch zu schwach. Dies freilich sollte sich schon in der nächsten Aktion gründlich ändern. Denn der auf rechtsaußen beginnende, später mit Rene Eckardt rochierende Yves Brinkmann setzte bei Ballbesitz der Gäste nach und holte den ersten Eckball im Spiel heraus. Von rechts in den Strafraum geschlagen, wurde dieser zentral nach vorn abgewehrt, wo Hettich aus 18 Metern Torentfernung das Leder zum 1:0 in die Maschen jagte.

Das seit sechs Spielen sieglose Team von Cem Efe reagierte in keinster Weise schockiert, sondern spielte selbstbewusst auf den Ausgleich. Als Mihm in der 19. Minute von der rechten Seite am herausstürzenden Koczor vorbei in die Mitte passte, schien dieser fällig, stand doch Maximilian Zimmer vorm leeren Tor bereit. Zum Glück aber rettete Sören Eismann als letzter Verteidiger mal eben noch so per Kopf zur Ecke. Vier Minuten später war es jedoch so weit. Einen Zimmer-Schuss hätte Raphael Koczor vermutlich pariert, wäre er nicht noch von Justin Gerlach unglücklich abgefälscht worden. Bereits ins rechte Eck unterwegs, hechtete unser Schlussmann somit vergeblich zurück in die Mitte. Nach diesem Erfolgserlebnis in Form des Ausgleichstreffers befanden sich die Gäste endgültig auf Augenhöhe, wirkten von der Spielanlage her sogar einen Tick reifer. Beispielsweise stellten die sich immer wieder nach vorn einschaltenden Außenverteidiger Mihm und Cepni die Jenaer Hintermannschaft ein ums andere Mal vor Probleme, während das Jenaer Spiel über die Außen mehr und mehr erlahmte. Trainer Uluc berorderte schon vor der Pause zwei Reservisten von der Bank zum Warmlaufen.

Einer von ihnen, Jakub Wieczik, durfte schon bei Wiederanpfiff ran. Am insgesamt recht zerfahrenen Spiel unserer Elf änderte das jedoch nichts. Da der SV 03 aus ein paar Unsicherheiten der Jenaer Hintermannschaft jedoch auch kein Kapital zu schlagen vermochte, vergingen zwanzig Minuten nach Wiederanpfiff ohne echte Tormöglichkeit. Erst in der 66. Minute schoss der gerade eingewechselte Maxim Banaskiewicz aus vollem Lauf mal wieder aufs Tor, geriet dabei jedoch in Rücklage. Zwei Minuten später parierte Koczor einen Schuss Heckos ohne Probleme. Im Gegenzug traf Wiezik unter den Bedrängnis das Leder nicht voll. Bei solcherlei Halb-Chancen stellte die doppelte, aber nur einmalig geahndete Unsportlichkeit von Enes Uzun bei dessen Auswechslung bezeichnenderweise den größten Aufreger dar. Denn auch nachdem Volkan Uluc mit dem Wechsel von Böhler für Krstic auf Dreierkette umstellen ließ, kam keine Jenaer Schlussoffensive mehr zustande. Die Gäste schienen mit dem Remis nicht unzufrieden und hätten um ein Haar trotzdem noch gewonnen - als nämlich Raphael Koczor kurz vor Schluss beim Herauslaufen sein einziger Fehler unterlief und Marius Grösch für seinen Keeper einen Meter vor der Torlinie stehend retten musste.

Ähnlich unterkühlt wie dieser März-Tag gestaltete sich phasenweise auch das Spielgeschehen. Nach zwei überzeugenden Heimsiegen mit jeweils drei Toren Differenz hat dieses Spiel im Ernst-Abbe-Sportfeld dem neuen Trainer Volkan Uluc die bestehenden Defizite vor Augen geführt. Schon mit Blick auf die nächste Saison kündigte der Coach nach der Partie an, daran arbeiten zu wollen.

Trainerstimmen:

Cem Efe: "Ich war sehr zufrieden mit der ersten Halbzeit. Wenn man so eine lange Zeit ohne Erfolgserlebnis hat, ist nicht unbedingt zu erwarten, dass die Mannschaft auch nach einem 0:1 noch so selbstbewusst auftritt. In der zweiten Halbzeit hat sie vom Gegner den Druck erhöhen lassen, zu wenig Ballbesitz gehabt. Wir waren hierher gefahren, um einen Punkt mitzunehmen. Mit ein bisschen Glück hätten wir Jena noch etwas mehr weh tun können."

Volkan Uluc: "Zunächst danke an die Zuschauer - eine sensationelle Zahl in der aktuellen Situation. Wir hätten sie gern mit einem Sieg zufriedengestellt. Dabei haben wir gut begonnen, den Zeitraum nach der Führung aber nicht so gestalten können, wie wir uns das vorgestellt haben und die Babelsberger kommen lassen. Auch nach dem Wechsel haben wir nicht zwingend genug gespielt, obwohl ich alle verfügbaren Offensivkräfte ins Spiel gebracht habe. Da müssen wir lernen, bei solchen Spielen auch mal einen dreckigen 2:1-Sieg einzufahren. Die restlichen Spiele wollen wir nutzen, uns eine solche Mentalität anzugewöhnen."

--Frank Cichos