2016/2017 20. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - FSV Budissa Bautzen 4:0

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 20. Spieltag
Saison Saison 2016/2017
Ansetzung FCC - FSV Budissa Bautzen
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 11.02.2017 13:00 Uhr
Zuschauer 2.474
Schiedsrichter Chrisitian Allwardt (Kritzmow)
Ergebnis 4:0 (1:0)
Tore
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Programmheft
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Raphael Koczor
Matthias Kühne, René Klingbeil, Dennis Slamar, Guillaume CrosGelbe Karte.gif
Sören Eismann (73. Tom Krahnert), Niclas Erlbeck (46. Bedi Buval)
Dominik Bock (62. David Tuma), René EckardtGelbe Karte.gif, Firat Sucsuz
Timmy Thiele
Trainer: Mark Zimmermann
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Bautzen
Norman Wohlfeld (Rote Karte.gif, 26.)
Pavel Patka, Anton Stehr, Theocharis Iliadis, Martin Kolan
Jiri Sisler (59. Franz Hausdorf), Ezequiel Rosendo, Maik Salewski, Marko Zuljevic (26. Marek Große), Martin Hoßmang
Daniel Hänsch (59. Toni Barnickel)
Trainer: Reimund Linkert

Spielbericht

4:0 gegen Bautzen – FCC kehrt in Erfolgsspur zurück

Mit einem klaren 4:0-Heimerfolg gegen die FSV Budissa Bautzen wetzt der FCC die Scharte der 1:2-Niederlage gegen den ZFC Meuselwitz aus und feiert zwei Wochen nach der ersten Heimniederlage den 14. Erfolg im 19. Spiel der Saison. Thiele, Bock, Eismann und Sucsuz steuern die Treffer zum Sieg bei.

Im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen den ZFC Meuselwitz veränderte Mark Zimmermann die Startelf des FCC auf 2 Positionen: Für Maximilian Wolfram und Bedi Buval rückten Firat Sucsuz und Timmy Thiele in die erste Elf. Winterneuzugang Sucsuz feierte damit zugleich sein Startelfdebüt im Trikot des FC Carl Zeiss Jena. Bei den Gästen aus Bautzen waren nur noch vier Spieler von Beginn an auf dem Platz, die auch beim letzten Pflichtspiel Ende Dezember gegen den VfB Auerbach in der Anfangself der Sachsen standen. Mit Innenverteidiger Iliadis, Mittelfeldspieler Rosendo und Offensivspieler Zuljevic erhielten alle drei Winterneuzugänge der Bautzener gleich im ersten Spiel des neuen Jahres das Vertrauen von Trainer Reimund Linkert.

Exakt 4 Minuten waren im Ernst-Abbe-Sportfeld gespielt, als Firat Sucsuz einen Ball aus dem Jenaer Mittelfeld klug auf Timmy Thiele durchlaufen ließ. Der nominell einzige Jenaer Stürmer in der Startelf versuchte es unter Bedrängnis mit einem Lob von der Strafraumkante, verfehlte aber das Tor des ehemaligen Jenaers Norman Wohlfeld. 120 Sekunden später ergab sich auf der Gegenseite die erste Möglichkeit für die FSV: Rosendo setzte sich auf der rechten Seite gegen Guillaume Cros durch und bediente Zuljevic. Dessen Flachschuss konnte Raphael Koczor zur Seite klären. Daniel Hänsch bekam damit die Chance zum Nachschuss, verfehlte aber das Tor des FCC (6.). Den Jenaern gelang es wie bereits im letzten Spiel gegen Meuselwitz in der Folgezeit kaum, in die gefährliche Zone vorzudringen. Nach 22 Minuten wurde Firat Sucsuz mit einem langen Ball auf die Reise geschickt. Bautzens Keeper Wohlfeld kam aus seinem Tor heraus und holte Sucsuz unmittelbar vor dem eigenen Strafraum rustikal von den Beinen. Schiedsrichter Christian Allwardt aus Kritzmow in Mecklenburg-Vorpommern blieb in dieser Szene gar keine andere Wahl, als den Schlussmann mit Jenaer Vergangenheit des Feldes zu verweisen. Ersatztorhüter Marek Große hütete ab diesem Zeitpunkt das Tor der FSV. Marko Zuljevic musste hierfür den Platz verlassen. Die personelle Überzahl der Jenaer dauerte noch keine 60 Sekunden, als Erlbeck Thiele mit einem Pass durch die Schnittstelle der Abwehr mustergültig bediente. Doch der Angreifer ließ sich abdrängen und verpasste den richtigen Zeitpunkt zum Abschluss (28.). Wiederum nur wenige Sekunden später ergab sich für Dominik Bock auf der linken Seite aus spitzem Winkel die Schusschance. Er verfehlte jedoch das Tor der Budissen deutlich (29.). Mit einem Spieler mehr auf dem Platz wurde das Spiel des FCC endlich schneller, direkter und auch zielstrebiger. Und dennoch half nach 33 Minuten ein Bautzener mit, damit die Jenaer in Führung gehen konnten. Der Ball wurde auf Firat Sucsuz im rechten Strafraumeck der Bautzener gepasst. Er versuchte das Spielgerät an Maik Salewski vorbeizulegen. Der fuhr seinen Arm leicht aus und berührte die Kugel, was anders als Schiedsrichter Allwardt Assistent Lechner auf der Haupttribünenseite erkannte und seinem „Chef“ das Regelvergehen anzeigte, der daraufhin auf den Punkt zeigte. Timmy Thiele, der am 6. November des Vorjahres gegen Lok Leipzig einen Strafstoß noch verschoss, schnappte sich die Kugel und versenkte diesmal sicher im linken Eck aus Schützensicht. Ersatzkeeper Große ahnte die Ecke zwar, hatte gegen den strammen Schuss jedoch keine Abwehrchance (34.). Der Treffer wirkte für die Jenaer Elf wie ein Brustlöser. Gegen dezimierte Bautzener zeigte man in der Folgezeit sein starkes Hinrundengesicht und kam zu zahlreichen guten Angriffen. Vor allem Firat Sucsuz konnte sich hierbei immer wieder als Ballverteiler und Vorlagengeber in Szene setzen. Der Tabellensechzehnte baute sich seinerseits vor dem eigenen Strafraum mit mindestens 8 der 9 Feldspieler kompakt auf und kam nur noch zu wenig Entlastung. Dennoch ging es mit dem knappen 1:0 in die Pause.

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten kam auf Seiten des FCC Bedi Buval für Niclas Erlbeck in die Partie. Und es dauerte exakt 38 Sekunden, bis der FC Carl Zeiss den zweiten Treffer nachlegte. Dominik Bock nahm sich ein Herz, zog ins Zentrum und versuchte mit einem Schuss aus 22 Metern einfach mal sein Glück. Ein Bautzener fälschte die Kugel so unglücklich ab, dass Schlussmann Große keine Abwehrchance hatte und das 2:0 nicht verhindern konnte (46.). Wiederum nur 1 Minute später zog Firat Sucsuz vom rechten Strafraumeck ab und knallte die Kugel an die Querlatte (47.). Mit der 2:0-Führung im Rücken und einem Mann mehr bestimmte der FCC die Partie nun klar. Nach einer Flanke von Dominik Bock ergab sich dem eingewechselte Bedi Buval per Kopf die große Möglichkeit zum 3:0. Doch er verfehlte das Tor der Gäste unbedrängt aus Nahdistanz knapp (54.). Besser machte es 70 Sekunden später Sören Eismann. Einen Eckball von Dominik Bock bugsierte er per Kopf aus rund 10 Metern unhaltbar ins rechte Toreck und sorgte damit für die Vorentscheidung – 3:0 (56.). Für Bautzen hatte Jiri Sisler nach einer Flanke von der linken Seite die Chance zur Ergebniskorrektur. Er verfehlte das Tor von Raphael Koczor per Kopf aber um einen guten Meter (59.). 20 Minuten vor dem Ende behauptet Sören Eismann klug die Kugel und setzt Timmy Thiele ein. Von ihm prallt die Kugel zu Firat Sucsuz, der sie aus Nahdistanz zum 4:0 versenkt (70.). Timmy Thiele (80.), Dennis Slamar (81.) und David Tuma (83. + 87.) hatten in der Schlussphase die Möglichkeit, den Sieg sogar noch deutlicher zu gestalten. Am Ende blieb es jedoch bei dem auch in der Höhe verdienten 4:0.

Trainerstimmen:

Reimund Linkert: Glückwunsch an meinen Kollegen und ans Team von Jena, die das ganz gut gemacht haben. Aus unserer Sicht konnte das Spiel nicht schlechter losgehen - mit einer roten Karte, die wir uns einhandeln. Die war glaube ich nicht nötig in dieser Situation. Trotzdem wurde es vom Schiedsrichtergespann so gesehen. Dann spielen wir gegen den Spitzenreiter der Liga mit 10 Mann auf dem Platz und kriegen in der 1. Halbzeit durch einen Handelfmeter das 1:0. Dann kann man sich ausrechnen, wieviel noch drin ist – nämlich nicht mehr so viel. Wir wollten dann mit dem 1:0 in die Halbzeit kommen. Das haben wir geschafft. Direkt zu Beginn der 2. Halbzeit kriegen wir durch einen abgefälschten Schuss aus 20 Metern das 2:0. Und damit ist die Sache hier erledigt. Das muss man so feststellen. Wichtig war mir, dass wir dann Moral beweisen und uns nicht hängenlassen. Wir kriegen dann ein Standardgegentor, was besser verteidigt werden muss. Beim 4:0 sind wir im Mittelfeld im Ballbesitz und verlieren den Ball. Da sehen wir nicht so gut aus. Die Niederlage geht in Ordnung. Wir lernen hoffentlich aus den Fehlern und machen das in der Zukunft besser. Die Truppe bleibt zusammen. Mit Anton Stehr hat hinten links ein A-Jugendlicher gespielt. Das war aus der Not geboren, aber er hat ein ordentliches Spiel gemacht. Wir gucken optimistisch in die Zukunft.

Mark Zimmermann: Wir haben wackelig begonnen. Man hat gemerkt, dass wir hier mit angezogener Handbremse gespielt haben und nicht dieses Selbstvertrauen hatten. Ich weiß nicht, ob das an dem Meuselwitz-Spiel lag. Wir haben nicht das Selbstvertrauen an den Tag gelegt, das uns in der Hinrunde in fast allen Spielen ausgezeichnet hat. Den Vorteil durch die rote Karte konnten wir zu Beginn nicht nutzen. Da hat es schon den Elfmeter gebraucht. Wir haben uns in der Halbzeit gesagt, dass wir trotz der Führung eine Schippe drauflegen müssen, sonst wird es ein enges Spiel. Das haben die Jungs gut gemacht. Dass wir direkt nach Wiederanpfiff der 2. Halbzeit das 2:0 machen ist eine Idealvorstellung. Das haben die Jungs gut umgesetzt. Und da hat man auch gemerkt, dass das wie eine Art Brustlöser war. Es war insgesamt ein standesgemäßer Sieg mit 4:0. Wir sind aber noch nicht in der Verfassung, dass wir das Ergebnis noch höher schrauben können, weil die Automatismen, die uns in der 1. Halbserie ausgezeichnet haben, noch nicht da sind. Daran werden wir weiter arbeiten. Wir müssen an so ein Spiel so rangehen, dass wir auch ein gewisses Selbstbewusstsein und eine Souveränität ausstrahlen. Es geht mir aber nicht darum, dass wir überheblich spielen. Wir brauchen uns vor keinem Gegner verstecken. Wir müssen immer so Gas geben, dass wir im Nachhinein sagen können, wir sind das Spiel so angegangen, dass wir es gewinnen wollen, dass wir Dominanz ausstrahlen – und das kam heute erst so nach und nach.

--da Silva