2018/2019 32. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - FC Energie Cottbus 2:1

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Spieldaten
Wettbewerb 3. Liga, 32. Spieltag
Saison Saison 2018/2019, Rückrunde
Ansetzung FCC - FC Energie Cottbus
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 06.04.2019 14:05 Uhr
Zuschauer 6.284
Schiedsrichter Pascal Müller (Löchgau)
Ergebnis 2:1 (1:1)
Tore
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Jo CoppensGelbe Karte.gif
Marius Grösch, Dominic Volkmer, Justin Gerlach
Justin Schau, René Eckardt, Jannis Kübler, Florian Brügmann (82. Sören Eismann)
Maximilian Wolfram (76. Felix Brügmann), Phillip Tietz, Manfred Starke (76. Dominik Bock)
Trainer: Lukas Kwasniok
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Cottbus
Kevin Rauhut (46. Avdo Spahic)
Kevin WeidlichGelbe Karte.gif, Robert Müller, Jose Matuwila,
Marcelo De Freitas CostaGelbe Karte.gif, Tim KruseGelbe Karte.gif (80. Lars Bender), Jürgen GjasulaGelbe Karte.gif, Fabian Holthaus, Fabio Viteritti (64. Luke Hemmerich)
Dimitar Rangelov, Streli Mamba
Trainer: Claus-Dieter Wollitz

Spielbericht

ERSTER HEIMSIEG NACH MEHR ALS 7 MONATEN – 2:1 GEGEN ENERGIE COTTBUS

Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist! Am 27. August 2018 gewann unser FCC zuletzt im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld. Gegen Tabellennachbar Cottbus gelang heute endlich der so lange ersehnte Dreier - zugleich der erste im Jahr 2019. Nach früher Führung durch Maximilian Wolfram (4.) ereilt Justin Gerlach ein Eigentor (11.). Nachdem einem regulären Treffer von Manfred Starke die Anerkennung versagt wurde, erkannte der Unparteiische nach Foulspiel an Dominik Bock auf Strafstoß. Philipp Tietz vollendete vom Punkt sicher zum am Ende verdienten 2:1 (77.).

Im Vergleich zum 1:1 in Aalen in der Vorwoche veränderte Lukas Kwasniok die Startelf auf zwei Positionen: Für Matthias Kühne, der aufgrund eines Risses des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie bis zum Saisonende ausfällt, rückte Justin Gerlach in die Partie. Maximilian Wolfram ersetzte zudem Dominik Bock. Taktisch gab es ebenso eine Änderung vom bis dato zumeist praktizierten 4-4-2 auf ein 3-5-2 mit Grösch, Volkmer und Gerlach in der Verteidigung und Wolfram sowie Tietz in vorderster Front.

Die Partie begann munter - mit einem FCC im Vorwärtsgang. Nach einer Balleroberung bringt René Eckardt die Flanke von der rechten Seite. Manfred Starke bekommt die Kugel am Fünfmeterraum auf den Kopf - ihm fehlt jedoch beim Abschluss die Präzision (3.). Wenig später erobert Wolfram im Mittelfeld die Kugel. Über Tietz kommt der Ball zu Starke. Rauhut und Holthaus behindern sich gegenseitig, so dass Wolfram aus Nahdistanz nur noch einschieben muss - 1:0 (4.). Der perfekte Auftakt durch einen frühen Treffer des erstmals nach seiner Knieverletzung wieder in der Startelf stehenden Maximilian Wolfram. Auf der Gegenseite kam der Gast aus der Lausitz nach 10 Minuten erstmals besser auf. Nach einer Linksflanke von Holthaus versuchte Gerlach 7 Meter vor dem eigenen Tor zu klären. Er hatte jedoch das Pech auf seiner Seite und brachte die Gäste per Eigentor zum Ausgleich. Coppens war bei der Aktion völlig ohne Abwehrchance (11.). Bitter und zugleich unnötig für unseren FCC, der sich den so lange ersehnten perfekten Start in die Partie somit erst einmal wieder selbst zunichtemachte. Es dauerte 10 Minuten bis zur nächsten nennenswerten Offensivaktion. Doch beim Pfostentreffer von Mamba stand der Cottbuser Angreifer im Abseits (21.). Unserem FCC war nach dem Ausgleich eine gewisse Verunsicherung anzumerken. Das Selbstvertrauen der ersten Minuten, bedingt auch durch die Führung im Rücken, war passé. Während sich unser FCC immer weiter in die eigene Hälfte zurückzog, übernahm Cottbus mehr und mehr das Kommando. Nach Anspiel von Vitteriti von der linken Seite auf Freitas hatte der Offensivspieler der Gäste vom Elfmeterpunkt freistehend die Möglichkeit zur Führung. Doch Justin Gerlach warf sich in den Schuss und verhinderte in höchster Not die Führung der Gäste (28.). Nach einer halben Stunde meldete sich unser FCC zunächst zaghaft zurück. Nach Diagonalflanke von Gerlach landet der Ball bei Wolfram, der aus 22 Metern abzog, aber Rauhut im Tor der Gäste nicht vor ernsthafte Probleme stellte (31.). Auf der Gegenseite brachte ein Eckball die Gäste der Führung ganz nah. Der von Holthaus getretene Ball landet bei Freitas am Fünfmeterraum. Dessen Schuss kann Coppens stark klären (36.). Keine 120 Sekunden später zieht Manfred Starke aus 25 Metern ab. Sein Schuss knallt an die Querlatte und von dort klar (!) hinter die Torlinie. Der anschließende Schuss von Tietz kann irgendwie in höchster Not geklärt werden (38.). Und auch beim anschließenden Eckball hatten die Zeiss-Fans den Torschrei bereits auf den Lippen, doch Cottbus kann sich in höchster Not befreien. Direkt im Anschluss treibt der Gast den Ball nach vorne. Mamba ist schneller als Schau, doch Coppens ist auf dem Posten, kommt aus seinem Tor heraus und klärt fair gegen den Cottbuser Angreifer. Bei der Klärungsaktion verletzt sich der belgische Schlussmann unseres FCC am linken Knie, kann aber nach Behandlungspause weitermachen. Am Ende blieb es nach 45 Minuten beim 1:1. Wenn die Unparteiischen richtig hingesehen hätten, hätte es 2:1 stehen müssen.

Zu Beginn der 2. Halbzeit rückte Avdo Spahic anstelle von Kevin Rauhut in das Tor der Lausitzer. Rauhut hatte sich kurz vor der Pause bei einem Zusammenprall mit einem Mitspieler verletzt. Es dauerte rund 10 Minuten, bis unser FCC dem Tor der Gäste erstmals wieder gefährlich nah kam. Jannis Kübler schloss mit links aus 20 Metern ab, doch der Ball strich knapp rechts am Tor der Lausitzer vorbei (54.). 20 Sekunden später setzte Brügmann auf der linken Seite Wolfram ein. Dessen Flanke wird zunächst abgewehrt, doch von der Strafraumkante zieht erneut Kübler ab. Spahic ist auf dem Posten, taucht ab und klärt mit Hilfe des Außenpfostens zur Ecke (56.). Unser FCC hatte zu Beginn der 2. Spielhälfte mehr von der Partie. Cottbus agierte zunächst überwiegend auf Absicherung bedacht und offensiv abwartend. Knapp 20 Minuten vor dem Ende waren es dennoch die Lausitzer, die das nächste Ausrufezeichen setzten. Marcelo Freitas setzte sich gleich gegen mehrere Gegenspieler durch und zog aus dem Jenaer Strafraum ab. Doch sein Schuss ging deutlich neben das Tor von Jo Coppens (71.). Eine Viertelstunde vor dem Ende und direkt nach einem Doppelwechsel auf Seiten unseres FCC, bekamen wir nach Foulspiel am eben eingewechselten Dominik Bock einen Elfmeter zugesprochen. Philipp Tietz lässt sich die Chance vom Punkt nicht nehmen, verlädt Spahic und vollendet unhaltbar flach links im Tor der Gäste - 2:1 (77.). Nach dem nicht gegebenen regulären Treffer von Manfred Starke in der 1. Halbzeit hat unser FCC in der Szene, die zum Elfmeterpfiff führt, das Glück des Tüchtigen zumindest etwas auf seiner Seite. 120 Sekunden nach der Führung steigt Dominic Volkmer im Anschluss an einen Eckball am höchsten. Doch sein wuchtiger Kopfball verfehlt das Tor der Gäste knapp (79.). Die Lausitzer kamen in der Schlussphase in Anbetracht des Rückstandes noch einmal auf. Doch strukturierte Offensivaktionen waren kaum zu sehen. Unser FCC kämpfte mit Mann und Maus um diesen so wichtigen Sieg. 90 Sekunden nach Ende der regulären Spielzeit verlängerte Rangelov einen Abschlag von Spahic per Kopf. Der eingewechselte Hemmerich hatte im Anschluss aus dem Jenaer Fünfmeterraum die Schusschance, doch er verfehlte das Tor. Tief durchatmen! Und dann: Schluss. Aus. Ende. Endlich war er da, der so lange ersehnte und sportlich zugleich so wichtige Sieg.

Stimmen zum Spiel

Claus-Dieter Wollitz (Trainer des FC Energie Cottbus): "Ich bin maßlos enttäuscht, und das ist noch untertrieben. So, wie wir in der zweiten Hälfte gespielt haben, reicht ganz einfach nicht für Abstiegskampf in der dritten Liga aus. Der Schiedsrichter hat heute eine sehr gute Leistung gebracht, bis auf zwei Fehler. Nach dem vermeidbaren 0:1 machen wir glücklich den Auslgeich und haben die Partie bis zur Pause völlig unter Kontrolle. Der Schiedsrichter hat wirklich fantastisch gepfiffen, aber er kann seinen Fehler von dem nicht gegebenem Tor mit einem Elfmeter wieder gut machen. Dennoch sollten wir den Fehler bei uns suchen. Denn mit unserer Leistung nach der Pause, hast du keine Chance auf den Sieg."

Lukas Kwasniok (Trainer des FC Carl Zeiss Jena): "Die Analyse von Claus-Dieter Wollitz war sehr treffend. Dennoch möchte ich hinzufügen, dass wir sehr gut ins Spiel gekommen sind. Nach dem 1:1 kippte das Spiel jedoch komplett. Bis zur Pause hatten wir keinerlei Zugriff. In der zweiten Hälfte haben wir uns belohnt, wenn auch mit einem schmeichelhaften Elfmeter. Da war das Glück endlich einmal auf unserer Seite. Es freut mich für die Mannschaft, dass wir uns über Wasser halten. Wir waren seit Wochen nah am Sieg, wo uns das Glück gefehlt hatte. Heute hatten wir das Glück."

--da Silva