2010/2011 26. Spieltag: SSV Jahn Regensburg - FC Carl Zeiss Jena 0:0

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Spieldaten
Wettbewerb 3. Liga, 26. Spieltag
Saison Saison 2010/2011, Rückrunde
Ansetzung SSV Jahn Regensburg - FCC
Ort Jahnstadion in Regensburg
Zeit Sa. 26.03.2011 14:00 Uhr
Zuschauer 3.086
Schiedsrichter Florian Steinberg (Korntal)
Ergebnis 0:0
Tore
  • Fehlanzeige
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oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
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Regensburg
Michael Hofmann
Stefan Jarosch, Alexander Maul, Sebastian Nachreiner, Stefan Binder (82. Tim Erfen)
Florian HörnigGelbe Karte.gif, Oliver Hein
Marco Haller, Selcuk Alibaz (71. Mahmut Temür)
Tobias Schweinsteiger, Petr Stoilov (85. Jürgen Schmid)

Trainer: Markus Weinzierl

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Jena
Carsten Nulle
Ralf SchmidtGelbe Karte.gif, Marco Riemer, Moses Sichone (46. Felicio Brown Forbes), Ronny Nikol
Aykut Öztürk, Jens Truckenbrod, Eugen Bopp (46. Torsten ZiegnerGelbe Karte.gif), Josip Landeka
Christian Reimann (64. Nils Pichinot), Martin Ullmann

Trainer: Wolfgang Frank

Spielbericht

Vier Wochen nach dem ursprünglich vorgesehenen Termin, gastierte der FCC unter komplett veränderten Rahmenbedingungen beim SSV Jahn Regensburg. Nicht nur, dass der Rasen im städtischen Jahnstadion trotz bedecktem Himmel nicht gefroren und damit im Gegensatz zu Ende Februar bespielbar war, auch personell musste Trainer Wolfgang Frank einige Veränderungen vornehmen. Für den aufgrund seiner fünften gelben Karte aus dem Derby gesperrten Alexander Voigt rückte Moses Sichone in die Innenverteidigung, Josip Landeka begann auf der ungewohnten rechten Seite im Mittelfeld und Aykut Öztürk, der trotz Knieproblemen auflaufen konnte, nahm die Position im linken Mittelfeld ein, nachdem Orlando Smeekes aufgrund seiner gelb-roten Karte aus dem Derby ebenfalls nicht spielberechtigt war. In der Sturmreihe musste Wolfgang Frank Sebastian Hähnge ersetzen, der aufgrund einer Bronchitis gar nicht mit in die Oberpfalz gereist war. Zum Einsatz kam hier neben Martin Ullmann Christian Reimann, der damit erstmals seit dem 21. Spieltag wieder in der Startelf stand.

Der gastgebende SSV Jahn Regensburg begann forsch und legte alles daran, den Heimfluch von zehn sieglosen Spielen in Folge zu beenden. Auf Seiten des FCC machten sich die Umstellungen deutlich negativ bemerkbar und gerade der Defensive gelang es anfangs nur mit Mühe, eine gewisse Ordnung zu finden. Die wenigen Szenen mit Ballbesitz des FCC in der Anfangsphase, wurden leichtfertig verspielt. Hierzu trug sicherlich auch bei, dass sich weder Linksfuß Landeka auf der rechten, noch Aykut Öztürk auf der linken Seite im Mittelfeld wirklich wohl fühlten und daher ebenfalls deutliche Schwierigkeiten hatten, ins Spiel zu finden. Folgerichtig musste Carsten Nulle bereits in der 2. Minute einen Schuss von Jahn-Stürmer Petr Stoilov zur Ecke klären, der nahe des Fünfmeterraumes recht unbedrängt zum Abschluss kam. In Minute 10 war es ebenfalls am Schlussmann des FCC, eine gefährliche Offensivaktion der Regensburger zu entschärfen – diesmal konnte er einen Schuss im Nachfassen entschärfen. Und auch in der Folgezeit war der SSV Jahn Regensburg klar die spielbestimmende Mannschaft, während sich der FCC auf die Defensivarbeit beschränkte und hiermit alle Hände voll zu tun hatte. Nach einer Viertelstunde kam der ehemalige FCC-Spieler und jetzige Jahn-Kapitän Alexander Maul zunächst im Strafraum von Carsten Nulle zu Fall, doch nachdem der Ball nicht geklärt werden kann, kommt erneut Maul an den Ball und prüft Carsten Nulle mit einem Flachschuss, der bei dem tückisch aufsetzenden Ball seine ganze Klasse zeigen muss, um den Rückstand zu vermeiden. In der 18. Minute gab es die erste halbwegs gefährliche Offensivszene für den FCC: Eugen Bopps Schuss auf den Kasten von Michael Hofmann wird von einem Regensburger Spieler noch abgefälscht, so dass es den ersten Eckball für den FCC gibt. Dieser wird jedoch von Ronny Nikol ins Toraus gespielt, nachdem vor der Schussszene von Eugen Bopp auf Höhe der Mittellinie Josip Landeka und Sebastian Nachreiner zusammengestoßen waren und sich die Regensburger, allen voran Tobias Schweinsteiger, durch das Weiterspielen des FCC ungerecht behandelt fühlten. Fünf Minuten später profitierte Christian Reimann nach einem Eckball von Eugen Bopp davon, dass Regensburgs Torhüter Michael Hofmann den Ball nicht fangen konnte – Reimanns Kopfball ging dennoch deutlich rechts am Gehäuse vorbei.

In der 24. Minute kam es vor dem Tor von Carsten Nulle erneut zu einer gefährlichen Szene, weil die Defensive des FCC nicht im Bilde war. Zum wiederholten Mal war es Alexander Maul, der per Kopf an den Ball kam und diesen zum Entsetzen der ca. 400 – 500 FCC-Fans vor Ort über die Linie drückte. Doch Schiedsrichter Florian Steinberg aus Korntal unterbrach den Jubel der Hausherren recht abrupt durch seinen Pfiff. Er hatte in dieser Szene ein Stoßen eines Regensburger Spielers gesehen und wertete den Treffer daher, zum Glück für den FCC, nicht. Über den Rückstand hätte man sich nach den Spielanteilen und den Chancenvorteilen für Regensburg zu diesem Zeitpunkt sicher nicht beschweren dürfen. Der Seitentausch der beiden Außenspieler im Mittelfeld des FCC (Josip Landeka und Aykut Öztürk) nach ca. 25 Minuten verpuffte dabei nahezu ungesehen.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte heute Moses Sichone, dem in der Innenverteidigung so gut wie nichts gelang und der mit beiden Regensburger Stürmern massive Probleme hatte. In der 29. Minute ließ er sich von Tobias Schweinsteiger an der rechten Strafraumkante viel zu leicht austanzen. Er durfte sich in dieser Szene bei Carsten Nulle bedanken, der den anschließenden Schuss von Schweinsteiger aus spitzem Winkel klasse entschärfte und zur Ecke klärte, die nichts einbrachte. Zwei Minuten nach dieser Szene gab es infolge eines Fouls an Josip Landeka Freistoß für den FCC aus ca. 25 – 30 Metern halblinker Position. Nachdem dieser von Jens Truckenbrod getreten, durch die Regensburger Abwehrreihe geblockt wurde, entwickelte sich eine sehr gefährliche Konterchance für den SSV Jahn und es ist nur dem Umstand zu verdanken, dass die Offensivspieler der Regensburger diese überhastet vergaben, dass hierdurch nicht deutlich mehr Gefahr für das Tor des FCC entstanden ist. Als in der 36. Minute ein Kopfballaufsetzer der Regensburger nur knapp über das Tor ging, hatte Wolfgang Frank offenbar genug gesehen und schickte noch vor der Halbzeit die Auswechselspieler zum Aufwärmen hinter das Tor von Carsten Nulle. Ein klares Zeichen an die gesamte Mannschaft! Kurz vor der Pause vertändelte Eugen Bopp vor dem eigenen 16er vollkommen unnötig einen Ball und weiß sich letztendlich gegen den Regensburger Spieler nur noch durch ein Foul zu helfen. Zum Glück können die Oberpfälzer aus der sich bietenden Freistoßchance aus 20 Meter kein Kapital schlagen, nachdem der Ball von der Mauer der FCC-Spieler abgeblockt werden kann. Anschließend pfiff der Schiedsrichter zur Halbzeit und man konnte sich ob der klaren Torchancen für Jahn Regensburg und der deutlich größeren Spielanteile glücklich schätzen, dass es noch torlos 0:0 stand.

Zu Beginn der 2. Halbzeit nahm Wolfgang Frank zwei Spielerwechsel vor. Für Eugen Bopp rückte Torsten Ziegner neben Jens Truckenbrod ins zentrale Mittelfeld und auch Moses Sichone blieb nach einer erschreckend schwachen Leistung in der Kabine. Für ihn kam Felicio Brown-Forbes, der etwas überraschend nicht von Beginn an aufgelaufen ist. Forbes nahm die Position im rechten Mittelfeld von Aykut Öztürk ein, der auf die linke Mittelfeldseite wechselte. Von dort rückte Josip Landeka nach hinten auf die linke Abwehrposition und Ronny Nikol ersetzte Moses Sichone in der Innenverteidigung. Die Maßnahme von Wolfgang Frank führte dazu, dass die Innenverteidigung des FCC fortan stabiler wirkte und man nicht bei jeder Offensivaktion der Regensburger direkt Angst haben musste, ein Gegentor zu kassieren. Und auch von der Einstellung her, sah man zu Beginn der 2. Halbzeit eine grundveränderte Mannschaft. Man störte den Gegner früher und ließ ihn somit lange nicht so sehr zur Entfaltung kommen, wie noch über weite Strecken im ersten Spielabschnitt. Folglich konnte man die Regensburger weiter vom eigenen Gehäuse entfernt halten, kam selbst besser ins Spiel und erarbeitete sich zu Beginn der 2. Halbzeit auch die ein oder andere Offensivaktion, ohne jedoch wirklich für Torgefahr zu sorgen. So ging ein Schuss des heute besten Jenaers, Jens Truckenbrod, in der 51. Minute ebenso über das Tor wie ein Freistoß von Torsten Ziegner aus 35 Metern knapp 10 Minuten später. Kurz nach diesem Freistoß machte Wolfgang Frank von der dritten und letzten Wechselmöglichkeit Gebrauch und brachte Nils Pichinot für Christian Reimann, der wie immer viel lief und Einsatz zeigte, aber mangels Anspielen aus dem Mittelfeld zumeist, ebenso wie Sturmkollege Martin Ullmann, in der Luft hing. In der 65. Minute ergab sie wie aus dem Nichts die Chance zum Führungstreffer für den FCC. Nach einem Eckball von Jens Truckenbrod kam Marco Riemer in zentraler Position vor dem Regensburger Tor vollkommen unbedrängt zum Kopfball. Ihm gelang es jedoch nicht, den Kopfball ordentlich zu platzieren und so war der Ball auf die Mitte des Regensburger Gehäuses letztendlich sichere Beute für Michael Hofmann. Da war deutlich mehr drin für den FCC. Fünf Minuten später war das Glück hingegen wieder auf Seiten der Jenaer. Nach einem starken Solo von Marco Haller zog Petr Stoilov ab und traf nur den linken Pfosten des Tores von Carsten Nulle, der in dieser Situation wohl nicht mehr an den Ball gekommen wäre. Nur drei Minuten später ergab sich infolge eines Ballverlustes von Felicio Brown-Forbes erneut die große Möglichkeit für die Regensburger zum Führungstreffer, doch Schweinsteiger zielte aus halbrechter Position letztendlich deutlich links am Gehäuse des FCC vorbei.

Auch in der Schlussviertelstunde sahen die insgesamt 3.086 Zuschauer im Jahnstadion einen überlegenen SSV, der nur dank erneut toller Reaktionen von Carsten Nulle (77. und 90. Minute) nicht den verdienten Siegtreffer markierte. Der FCC beschränkte sich in dieser Zeit auf die Defensivarbeit und kam in der Nachspielzeit doch noch einmal gefährlich vor das Tor der Regensburger. 120 Sekunden nach Ende der regulären Spielzeit, zirkelte Josip Landeka einen Freistoß gefährlich auf das Tor und um Haaresbreite wäre der Ball von einem Spieler der Regensburger über die eigene Torlinie befördert worden. Im Anschluss an den dann folgenden Eckball, kam erneut der aufgerückte Verteidiger Marco Riemer mit dem Kopf an den Ball, konnte den Ball unter Bedrängnis jedoch nicht hinter die Torlinie der Regensburger drücken, auch wenn man ehrlicherweise zugeben muss, dass ein Sieg des FCC heute sicher mehr als unverdient gewesen wäre. Letztendlich ein glücklicher Punkt für den FCC, der sich bei Carsten Nulle bedanken darf, dass man die Oberpfalz nicht mit leeren Händen verlassen hat. Das heutige Spiel zeigte leider allzu deutlich, dass das Thema Abstiegskampf noch lange nicht ad acta gelegt werden kann und wer weiß, wozu der heute gewonnene Punkt im Rahmen des Abstiegskampfes noch gut sein wird.

--da Silva