2011/2012 07. Spieltag: SpVgg Unterhaching - FC Carl Zeiss Jena 6:0

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Spieldaten
Wettbewerb 3. Liga, 7. Spieltag
Saison Saison 2011/2012, Hinrunde
Ansetzung SpVgg Unterhaching - FCC
Ort Generali-Sportpark in Unterhaching
Zeit Sa. 27.08.2011 14:00 Uhr
Zuschauer 1.750
Schiedsrichter Thorben Siewer
(Drolshagen)
Ergebnis 6:0 (3:0)
Tore
  • 1:0 Tunjic (24.)
  • 2:0 Avdic (30.)
  • 3:0 Ziegler (31.)
  • 4:0 Avdic (71.)
  • 5:0 Niederlechner (87.)
  • 6:0 Kanca (88.)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Unterhaching
Stefan Riederer
Markus Schwabl, Patrick Ziegler, Michael Vitzthum, Michael Stegmayer (83. Maximilian Drum)
Marcel AvdicGelbe Karte.gif, Yannic Thiel (78. Stephan Thee)
Roland Sternisko, Sascha Bigalke (76. Ömer Kanca)
Florian Niederlechner, Mijo Tunjic

Trainer: Heiko Herrlich

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Tino Berbig
Robert Zickert, Alexander Maul, Alexander VoigtGelbe Karte.gif, Nils Miatke
Ralf SchmidtGelbe Karte.gif
Philipp Grüneberg (46. Josip Landeka/ 76. Sebastian Hähnge), Jan Šimák, Björn Lindemann, Sebastian Fries (46. Christoph Siefkes)
Velimir JovanovicGelbe Karte.gif

Trainer: Heiko Weber

Spielbericht

Vor dem Spiel drückte der Dauerregen die Temperarur auf 9 ºC, zu diesem Zeitpunkt ahnten wir nicht, dass uns in den nächsten zwei Stunden noch viel kälter werden würde. Das Verlesen der FCC-Aufstellung durch den Stadionsprecher ließ unsere Gesichtszüge entgleisen – blitzschnell versuchten wir, die elf Namen in ein System mit vier Verteidigern zu sortieren, scheiterten aber kläglich. Welche Intentionen Heiko Weber beim Basteln der Startelf hatte, blieb im Verborgenen, aber da eine völlig desolate erste Halbzeit mit 0:3-Rückstand sicher nicht zu den Zielen gehörte, darf man das Experiment ohne Landeka, Schultz und Hähnge, dafür mit Miatke als Linskverteidiger und Fries und Grüneberg auf den Außenbahnen, getrost als gescheitert bezeichnen. Fries hätte man spätestens nach 20 Spielminuten, da stand es noch 0:0, durch seine Auswechslung erlösen müssen. Er irrte orientierungslos die Linie entlang, stand weit weg von den Gegenspielern und jeder Ball, der zu ihm gelangte, war Sekundenbruchteile später bei den Gastgebern. Zudem funktionierte die Abstimmung mit dem hinter ihm spielenden Miatke, der ebenfalls völlig neben sich stand, überhaupt nicht. Bis dahin war allerdings noch nichts Aufregendes passiert. Der FCC begann vorsichtig und defensiv, Unterhaching versuchte über beide Flügel Druck zu machen. Sämtliche Flanken waren jedoch viel zu ungenau. Lediglich als Zickert einen hohen Ball unterlief (17.), tauchte ein Stürmer im Strafraum auf, Berbig konnte jedoch reaktionsschnell klären. Einen Fernschuss Niederlechners kurz danach landete genau in den Armen des Keepers. Auf der Gegenseite schoss Lindemann aus 25 Meter Entfernung aufs Tor, Riederer faustet jedoch den Ball weg. Problemlos schien auch jener Freistoss zu sein, den Unterhaching knapp in der Jenaer Hälfte, rund 50 (!) Meter vor Berbigs Gehäuse erhielt. Stegmayer trat den Ball direkt Richtung Tor, Tunjic touchierte kurz vorm Ziel noch die Spielkugel und Berbig sprang ins Leere – 1:0 (24.). Fünf Minuten später schien ein Hachinger Zuspiel zu lang zu sein, der Spieler erwischte den Ball jedoch noch vor der Grundlinie, Voigt ließ eine flache Eingabe zu, die wiederum Maul in der Mitte verpasste und so hatte Avdic keine Mühe, aus Nahdistanz das 2:0 zu erzielen. Knappe sechzig Sekunden später bugsierte wieder Stegmayer, diesmal aus rund 40 m, einen Freistoss Richtung Jenaer Tor und der Ball fiel nach Jovanovic’ Zwischenberührung Ziegler auf den Fuss, der mühelos das 3:0 machte und uns restlos den Nachmittag verdarb. Seitens des FCC gab es keinerlei erfolgreiche Offensivbemühungen zu notieren, von außen kam gar nichts, Simak wurde erfolgreich zugestellt und der Rest der Mannschaft hatte zu tun, bei den nun gefährlichen Angriffen der Hausherren nicht vollständig den Überblick zu verlieren. Einmal warf sich Zickert im letzten Moment in einen Schuss (38.), dann bügelte Berbig Miatkes Fehler aus (40.) und lenkte den Ball zur Ecke. Die folgende Flanke holte Zickert per Kopf von der Torlinie. Einziger Hoffnungsschimmer war Lindemanns Heber kurz vor der Pause, der sich jedoch neben das Tor senkte.

Es konnte nach der Pause eigentlich nur noch besser werden. Weber reagierte und brachte ab der 46. min Landeka und Siefkes für Fries und Grüneberg. Landeka spielte jetzt Außenverteidiger, dafür rückte Miatke eine Position nach vorn. Und prompt sah das Spiel des FCC etwas gefälliger aus (gut, schlimmer ging auch nicht). Doch schon in den ersten zehn Nachpausenminuten war der FCC häufiger im Unterhachinger Strafraum als in der gesamten ersten Halbzeit. Doch mehr als ein Kopfball Siefkes (51.), der übers Tor ging, sprang nicht heraus. Unterhachings erste Gelegenheit war Bigalkes Schuss nach einem Angriff über die rechte Seite, Berbig hielt jedoch (58). In der 63. Minute hatte der FCC eine gute Freistoßchance, Riederer lenkte den von Simak scharf und platziert getretenen Ball über die Querlatte. In der nächsten Spielminute brachte Siefkes eine Flanke vors Tor, ein Jenaer legte per Kopf in die Mitte ab und Jovanovic köpfte an die Latte und der Ball sprang hinter die Linie oder doch nicht...? Im Stadion sah es so aus, als ob der Ball klar hinter der Linie war (was auch die TV-Bilder bestätigten). Das Ende dieser Phase, in der es dem FCC gelang, ein halbwegs ausgeglichendes Spiel zu gestalten kam in der 70. Minute, als Avdic einen versuchten Befreiungsschlag von Voigt mit dem Arm mitnahm, anschließend in Landeka hineintritt und schließlich nach dem Foul den Ball ins Tor schob. Landeka musste vom Platz getragen werden und für ihn kam Hähnge ins Spiel. Dieses 4:0 war der endgültige moralische Knockout für den FCC, es passierte eine Viertelstunde lang gar nichts mehr, die einen wollten, die anderen konnten nicht mehr. In den letzten fünf Minuten zerbröselte auch noch die Jenaer Innenverteidigung und den Unterhachingern gelangen mit zwei energischen Angriffe die Tore Nummer 5 und 6, die die desolate Leitung unserer Mannschaft auch zahlenmäßig unübersehbar zementierten.

Anschließend stellte sich einige Spieler und der Trainer vorm Gästeblock denjenigen der rund 250 mitgereisten Zeiss-Anhänger, die noch nicht gegangen waren. Es dürfte allerdings wenig hilfreich und fußballpädagogisch völlig falsch sein, wenn Heiko Weber direkt vor den Fans Jovanovic kritisiert und ihn zur Entschuldigung bei den Fans auffordert. Nach dieser Leistung muss an allen Ecken und Enden und bei allen Beteiligten mit der Ursachenforschung und -beseitigung angefangen werden, wenn die nächsten Spiele nicht auch in die Hose gehen sollen.

-- Uwe