2012/2013 27. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - Hertha BSC II 2:1

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 27. Spieltag
Saison Saison 2012/2013, Rückrunde
Ansetzung FCC - Hertha BSC II
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 04.05.2013 13.30 Uhr
Zuschauer 2.805
Schiedsrichter Daniela Illing (Limbach-Oberfrohna)
Ergebnis 2:1 (0:0)
Tore
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Aufstellungen

Jena
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Tino Berbig
Ronald Wolf, Gábor Dvorschák (46. Tom Geißler), Marius Grösch, Dennis Schulte (76. Sebastian Fries)
Yves Brinkmann (10. Marc Andris), Marco Riemer, Tino Schmidt, Matthias Peßolat, Marcel Schlosser
Przemyslaw Trytko
Trainer: Petrik Sander
Berlin
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Philip Sprint
Mark Leinau (46. Glody ZinguGelbe Karte.gif), Jamil DemGelbe Karte.gif, Anthony SyhreGelbe Karte.gif, Bene Brecht (76. Maximilian Obst)
Patrick Breitkreuz, Steve Breitkreuz, Gracjan Horoszkiewicz, Hany Mukhtar
Omid Saberdest, Tim Scheffler
Trainer: Karsten Heine

Spielbericht

Fünf starke Minuten reichten

Mit 2:1 durch Tore von Trytko (55.) und Schmidt (59.) besiegte der FCC die Reserve von Hertha BSC vor 2.805 Zuschauern am Ende verdient. Der Berliner Scheffler konnte eine Viertelstunde vor Ende noch verkürzen, doch mit viel Willen rettete die Sander-Elf die drei Punkte über die Zeit.

Jenas Trainer, dessen unklare FCC-Zukunft von der Südkurve in Richtung Präsidium und Aufsichtsrat laut- und spruchbandstark kritisiert wurde, bot erstmals nach Leistenverletzung wieder Dennis Schulte für Sebastian Fries auf und vertraute ansonsten der in Plauen siegreichen Elf. Anders als dort blieben frühe Chancen aber aus, zumindest auf jenaer Seite. Für das erste Raunen auf den Rängen sorgte Herthas Kapitän Mark Leinau mit einem von Berbig abgewehrten Flachschuss (15.), vier Minuten später wird Mukhtars Schuss gefährlich abgefälscht. Die größte Möglichkeit im ersten Durchgang aber bot sich den Gästen gleich dreifach, als nach einem Schulte-Patzer zunächst P.Breitkreuz und Mukhtar am glänzend aufgelegten Berbig scheitern, bevor Scheffler den Abpraller übers Tor setzt (38.). Und der FCC? Agierte weitestgehend vorsichtig und überraschungslos, am Beschäftigsten war da noch Mannschaftsarzt Heribert Zitzmann, der zunächst Yves Brinkmanns und dann Matthias Peßolats Nase richten musste, nur für letzteren ging das Spiel weiter. Marco Riemer sorgte für den einzigen sportlichen Höhepunkt aus thüringer Sicht vor dem Seitenwechsel, als er Schlossers Eckball per Kopf nur knapp neben den Pfosten setzte.

Petrik Sander reagierte und ließ nach dem Seitenwechsel mit Tom Geißler etwas mehr Kreativität ins Mittelfeld Einzug halten, dafür rückte Peßolat für den ausgewechselten Dvorschak auf die Innenverteidigerposition. Die erste Möglichkeit bot sich jedoch Herthas Saberdest, der einen erneuten Schnitzer Schultes nicht verwerten konnte (48.), dann übernahm Blau-Gelb-Weiß das Zepter. War Trytkos Schuss nach schickem Steilpass Schlossers noch eine sichere Beute von Herthas Schlussmann Philip Sprint (49.), so klingelte es nach 55 Spielminuten. Schlosser hatte Wolf auf rechts eingesetzt, dessen butterweiche Rechtsflanke Trytko trocken ins linke Eck zur jenaer Führung platzierte. Und der FC Carl Zeiss setzte nach, hätte nur zwei Minuten später nach Riemer-Flanke durch Schultes harten Schuss in die Arme von Sprint erhöhen können. Die Gäste hatten in der Halbzeitpause ihren Kapitän Leinau verletzt ersetzen müssen und wirkten nun unter dem jenaer Druck ungeordnet. Gelegenheit für Youngster Marc Andris mit einem echten Zuckerpass in die Schnittstelle der Gästeabwehr Tino Schmidt steil zu schicken, der zunächst Verteidiger Brecht stehen lässt, dann Keeper Sprint narrt, umspielt und mit phänomenaler Ruhe aus spitzem Winkel zum 2:0 einschiebt. Zweihundert Sekunden nach dem ersten Treffer schien die Begegnung entschieden, fünf starke Minuten hatten gereicht. Der FCC zog sich zurück, versuchte sich in Ergebnisverwaltung und hatte lediglich durch Schlosser (61.) und Schmidt (73.) zwei kleinere von Sprint parierte Möglichkeiten. So wurden die Gäste mutiger und kamen nach 74 Spielminuten zum Anschlusstreffer. Der falsch postierte Schulte ließ Saberdest auf rechts ziehen, dessen Schuss Berbig noch mit den Fingerspitzen entschärfte, doch der nachgerückte Scheffler drückte das Leder aus Nahdistanz über die Linie. Hertha drängte nun auf den Ausgleich gegen, jetzt mit Fries für Schulte, eine verbissen verteidigende FCC-Elf, die den Kopf oben behielt und keine weiteren Chancen mehr zuließ. Bis auf jene in der 90. Minute, als auch Herthas Keeper mitstürmte und Dem im Anschluss an einen Eckball Berbig zu einer letzten großen Parade zwang. Jena hätte direkt im Anschluss noch erhöhen können, doch Riemer verpasste beim 3-gegen-2-Konter den richtigen Abspielmoment, und in der Nachspielzeit blieb bei einem klaren Strafraumfoul an Andris die Pfeife der gerade die Mittellinie erreichenden Schiedsrichterin Illing stumm. Doch dies wäre den auf Augenhöhe mitspielenden Gästen nicht gerecht geworden, für die ein Auswärtsspiel in Jena auch im vierten Versuch punktlos bleibt. Petrik Sander zumindest hat seine Position für die am Wochenende anstehende Beratung der FCC-Führung über seine vertragliche Zukunft nicht verschlechtert.


Trainerstimmen

Karsten Heine: Gratulation an Jena zum Sieg. Wir haben insbesondere in der 2.Halbzeit ein interessantes Spiel gesehen. Ich muss meiner Mannschaft ein sehr gutes Spiel bescheinigen. Wir haben für fünf Minuten mal die Ordnung verloren, eventuell auch bedingt durch die erzwungene personelle Umstellung zur Pause. Wir haben es nicht verstanden, den finalen Pass oder Abschluss zu spielen, auch Jenas Torwart reagierte einige Male sehr gut, sonst wäre mehr drin gewesen. Doch wir können erhobenen Hauptes nach Berlin zurück fahren.

Petrik Sander: Ich sehe dies haargenau so. Wir haben gegen keine Bubimannschaft gespielt, die berliner Spieler sind alle gut ausgebildet, doch wir haben in der ersten Halbzeit genau die falschen Mittel gewählt,wollten eigentlich das Fussballerische etwas aus dem Spiel nehmen. Wir haben uns bei Tino Berbig zu bedanken, dass es zur Pause 0:0 steht. Nach dem Wechsel wurde dies besser und wir haben die beiden Tore gemacht. Was uns noch fehlt, auch in Perspektive auf die nächste Saison, in so einer Phase dann ein drittes Tor nachzulegen. Stattdessen haben wir den Gegner eingeladen und am Ende noch gewackelt. Wir mussten viel investieren und ich bin froh, dass die Mannschaft sich belohnt hat.

--GUNNER