2014/2015 07. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - VFC Plauen 5:0

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 7. Spieltag
Saison Saison 2014/2015, Hinrunde
Ansetzung FCC - VFC Plauen
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 20.09.2014 13:30 Uhr
Zuschauer 2.588
Schiedsrichter Steffen Hösel (Magdeburg)
Ergebnis 5:0 (2:0)
Tore
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
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Jena
Tino Berbig
Marius Grösch, Christoph Klippel, Justin Gerlach, Filip Krstić
Tino Schmidt, Pierre Becken, Alexander Hettich, Thomas Ströhl (75. Fabian Raithel)
Maxim Banaskiewicz (57. Daniel Rupf), Velimir Jovanovic (67. Vitalij Lux)
Trainer: Karsten Hutwelker
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Plauen
Maik Ebersbach
Björn Lambach, Florian Grossert, Sascha Thönelt, Felix LietzGelbe Karte.gif
Danny Wild, Agit-Cetin Erbek (72. Tommy Färber), Falk Schindler, Tommy Müller (86. Robert Häsen), Ondrej BruschGelbe Karte.gif (78. Yuri Moraes)
Peter Ocovan
Trainer: Michael Hiemisch

Spielbericht

Schützenfest dank Effizienz

Mit einem thüringenpokalfinalesken 5:0-Ergebnis besiegt unsere Mannschaft den VFC Plauen im Dauerregen. Tore von Banaskiewicz (2.), Jovanovic (29., 52.), Ströhl (65.) und Raithel (82.) sorgten bei einer nahezu optimalen Chancenverwertung für klare Verhältnisse. Unter Trainer Karsten Hutwelker gelang damit vor 2.588 Zuschauern der dritte Heimsieg in Folge.

Spannend wurde es dabei schon vor dem Anpfiff, denn die vom FCC-Coach gewählte Startaufstellung ließ Publikum und Experten lange rätseln, in welcher Formation und taktischer Ausrichtung diese auf dem Platz Gestalt annehmen würde. Karsten Hutwelker entschied sich erstmals in dieser Saison für ein 4-4-2, wobei Marius Grösch den gelbrotgesperrten Löser als Rechtsverteidiger ersetzte, Ströhl und Schmidt außen sowie Becken und Hettich zentral die Mittelfeldraute vor dem Sturmduo Banaskiewicz/Jovanovic bildeten.

Schon in den Anfangssekunden durfte sich Jenas Trainer bestätigt fühlen, denn Jovanovics Drehschuss über den Plauener Kasten nach nicht einmal einer Minute folgte Sekunden später die Führung. Banaskiewicz hatte sich den Ball gegen Plauens Kapitän Lietz erkämpft, legte ab auf Schmidt, von dem er das Leder mustergültig zurück erhielt und frei vor Keeper Ebersbach kaltschnäuzig ins kurze Eck vollendete. Ein Treffer, der in seiner Selbstverständlichkeit nur einem Stürmer mit Selbstvertrauen gelingt, davon hatte der Doppeltorschütze von Babelsberg offenbar reichlich getankt. Und auch seine Mannschaftskameraden ließen in den Anfangsminuten keinen Zweifel, wer hier Herr im Hause ist. Plauen wurde schon früh im Spielaufbau attackiert, kam mit dem aggressiven Pressing des FCC überhaupt nicht zurecht und brauchte etwa 20 Minuten, um sich aus der Umklammerung zu befreien. Grosserts von Berbig parierter Kopfball (19.) und Bruschs zum Eckball abgewehrter Flachschuss (22.) waren bei inzwischen einsetzendem Dauerregen erste Achtungszeichen der Vogtländer, doch das Netz wackelte erneut auf der anderen Seite. Klippels scharfes Anspiel aus der Abwehr heraus nahm Spielmacher Hettich technisch perfekt an, um mit einem gut temperierten Pass Jovanovic in Szene zu setzen, der unter Bedrängnis ganz cool blieb und an Ebersbach vorbei ins lange Eck einschob (29.). Während auf den Rängen Stimmung aufkam, reagierte bei Karsten Hutwelker die Vorsicht und er ließ Banaskiewicz und Hettich die Positionen tauschen, wobei letzterer nun leicht zurückgezogen agierte. Der Struktur im jenaer Spiel tat dies nicht gut, Plauen bekam zunehmend Räume, die zu nutzen man aber nicht imstande war. So war zur Pause eine verdiente Führung dank effizientem Torabschluss zu konstatieren, die fehlende Ordnung im FCC-Spiel aber auch unverkennbar.

Für das erste Achtungszeichen nach dem Seitenwechsel sorgte Plauens Thönelt, der eine Freistoßflanke Schindlers akrobatisch knapp neben Berbigs Kasten setzte. Doch wie in Halbzeit eins erteilte Jenas inzwischen einzige echte Spitze Jovanovic eine Lehrstunde in Sachen Effektivität: Ströhls Flanke von der linken Seite kommt punktgenau und Jenas Torschütze vom Dienst vollendet aus Nahdistanz zum 8. Treffer im 7. Spiel (52.). Zweifellos eine Vorentscheidung und mit Rupfs Hereinnahme für Banaskiewicz wurde die Ausrichtung ein weiteres Stück defensiver. Am bewährten Schema änderte dies aber nichts: Plauens Angriffe wie Bruschs von Berbig auf die Latte gelenkter Flankenball oder Lietz' vom FCC-Keeper gehaltener Kopfball aus Nahdistanz nach einer Ecke waren gefällig. Gnadenlos aber war nur der FCC, denn als nach 65 gespielten Minuten der überragende Hettich Jovanovic auf dem rechten Flügel einsetzt, dessen Flanke von Schmidt verpasst und Ströhl per Flachschuss versenkt wird, ist der Kuchen endgültig gegessen. Jovanovic darf sich anschließend stehende Ovationen bei seiner Auswechslung abholen, während nun Edeljoker Lux die einzige Spitze bildet und mit seinem klugen Pass auf den ebenfalls eingewechselten Raithel acht Minuten vor dem Ende seinen Scorerpunkt ergattert, als Raithels Schuss unter Mitwirkung von Plauens Lietz zum 5:0 im Netz landet. Alexander Hettich hätte in der 87. Minute seine gute Leistung um ein Haar mit dem sechsten Treffer gekrönt, sein Flachschuss strich aber um Zentimeter am Pfosten vorbei und darf als die einzige Großchance gesehen werden, die der FC Carl Zeiss am heutigen Tag nicht in ein Tor umgemünzt hatte. Für VFC-Keeper Ebersbach blieb die bittere Erkenntnis, keinen einzigen Schuss aufs Tor entschärft zu haben, Gästetrainer Michael Hiemisch aber wirkte nach dem Spiel nicht so unzufrieden, wie es das Ergebnis vermuten ließe. Seine Elf wurde zwar hochverdient, in Zahlen aber doch etwas unter Wert geschlagen. Dem FCC wünscht man die heute gezeigte Eiseskälte vor dem gegnerischen Kasten auch in den kommenden schweren Begegnungen gegen Meuselwitz, Zwickau und Nordhausen.

Trainerstimmen:

Michael Hiemisch: Glückwunsch an Jena zu dem verdienten Sieg. Ich habe das Spiel inzwischen im Kopf fast abgehakt, weil bald schon wieder der nächste Gegner wartet. Bei Jena hat heute alles geklappt, bei uns war das Gegenteil der Fall. Jena wirkte auf mich insgesamt sehr frisch. Wir haben aber heute viele Lehren ziehen können und das sehe ich auch für uns als Gewinn. Wir haben bisher in der Saison gut gespielt und heute haben wir uns mal eine Packung abgeholt. Das müssen wir tragen wie Männer. Es war in allen Belangen ein verdienter Sieg. Trotzdem haben wir uns nicht kampflos ergeben. Wir haben einigen jungen Spielern noch etwas Einsatzzeit gegeben, damit auch die mal eine solche Atmosphäre schnuppern können. Nun gilt es das Spiel abzuhaken, wir haben keinen Punkt mitgenommen aus Jena, was keine Schande ist. Was wir gewonnen haben, ist Erfahrungswert.

Karsten Hutwelker: Jeder der im Stadion war, hat heute wieder einmal richtig Spaß gehabt. Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen, sie hat von der ersten Minute an alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Ich hatte ja im Vorfeld von einem erwarteten Geduldsspiel gesprochen, aber das frühe Tor spielte uns dann in die Karten. Wir haben uns in der Woche vieles hart erarbeitet und uns heute die Belohnung abgeholt. Ohne Plauen zu nahe treten zu wollen, hatte ich ein engeres Spiel erwartet, weil ich sie nach ihren bisherigen Leistungen als harten und unbequemen Gegner eingeschätzt habe. In der letzten Woche lieferten wir ein Spiel ab, in dem nicht so viel gelungen ist, heute glückte uns das Gegenteil. Aus beiden werden wir die entsprechenden Lehren ziehen.

--GUNNER