2014/2015 29. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - FSV Budissa Bautzen 2:1

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 29. Spieltag
Saison Saison 2014/2015, Rückrunde
Ansetzung FCC - FSV Budissa Bautzen
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit So. 17.05.2015 14:05 Uhr
Zuschauer 2.490
Schiedsrichter Robert Wessel (Berlin)
Ergebnis 2:1 (0:1)
Tore
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Raphael Koczor
Sören Eismann, Marius GröschGelbe Karte.gif, Justin Gerlach, Fabian Raithel (46. Dusan Crnomut)
Tino Schmidt, René Eckardt, Tom Geißler (70. Maxim Banaskiewicz), Maximilian Schlegel
Johannes Pieles (58. Velimir Jovanovic), Jakub Wiezik
Trainer: Volkan Uluc


Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Bautzen
Jakub Jakubov
Martin Kolan, Karel Vrabec, Pavel Patka, Denny Krahl
Marc Böttger, Martin Hoßmang, Ezequiel Rosendo (75. Martin Kotyza)
Chris Reher, Alexander JakubovGelbe Karte.gif (59. Stefan Höer), Sylvio Schwitzky (65. Maik Salewski)
Trainer: Thomas Hentschel


Spielbericht

Knapper Sieg im letzten Saison-Heimspiel

Mit einem Heimsieg verabschiedete sich die Jenaer Mannschaft der Saison 2014/2015 heute von knapp zweieinhalbtausend Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld. Durch zwei Tore nach dem Wechsel drehte sie die Begegnung mit Budissa Bautzen noch zu ihren Gunsten und siegte mit 2:1.

Vor Spielbeginn wurden mit Tom Geißler, Pierre Becken, Tino Schmidt, Marius Grösch und Tino Berbig fünf Akteure verabschiedet, welche in der kommenden Saison nicht mehr für den FCC aktiv sein werden. Drei von ihnen durften heute ein letztes Mal im Ernst-Abbe-Sportfeld ran. Marius Grösch war dann auch Ausgangspunkt der ersten gelungenen Szene im Spiel, indem er eine Kombination über Schmidt, Eismann und Eckardt einleitete. Leider geriet Tino Schmidts Flanke von der rechten Seite um Einiges zu lang (11.). Fünf Minuten später will Raithel das Spiel schnell machen, passt dabei jedoch in den Rücken der Mitspieler. Daraufhin leistet sich Justin Gerlach im eigenen Strafraum zunächst ein Zupfen am Trikot und gleich darauf ein Einsteigen gegen seinen Kontrahenten. Es wird die Summe dieser beiden Aktionen gewesen sein, die den Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt zeigen ließ. Karel Vrabec lupfte den Ball in die Mitte, während Raphael Koczor auf das von ihm aus gesehen rechte Toreck spekuliert hatte.

Der frühe Rückstand machte die Aufgabe für unser Team vier Tage nach den 120 Pokalminuten nicht einfacher. Ein Lebenszeichen sendete in der 25. Minute Tino Schmidt, der - von Wiezik in Szene gesetzt - den Ball aus 12 Metern übers Dreiangel schlenzte. Darüber hinaus gelang aus dem Spiel heraus jedoch wenig, obwohl der FCC nicht so unterlegen war, wie es ein 0:5-Eckenverhältnis in Kombination mit dem 0:1-Rückstand nach 30 Minuten suggerieren mag. Als Rene Eckardt in der 32. Minute im Gästestrafraum zu Fall kam, wollten einige Zuschauer auch auf dieser Seite einen Elfmeter. Schiedsrichter Robert Wessel dürfte mit seiner Entscheidung, weiter spielen zu lassen, jedoch richtig gelegen haben. In Minute 43 unterläuft Gerlach ein Lapsus, als er im Mittelfeld einen viel zu kurzen Rückpass spielt. Doch Alexander Jakubov schien selbst zu überrascht über diese sich unvermittelt ergebende Chance, um hieraus Kapital zu schlagen. Noch ehe der FSV-Stürmer einen Gang höher geschaltet hat, ist Marius Grösch zur Stelle und bügelt den Fehler seines Nebenmanns aus.

Dusan Crnomut kam zur Pause für Fabian Raithel ins Spiel, übernahm jedoch die Postion von Rene Eckardt, der dafür auf die Flügel auswich. Fünf Minuten waren in Halbzeit zwei gespielt, als Raphael Koczor den attackierenden Böttger und Jakubov das Leder in die Füße spielte. Doch schoss Letztgenannter daraufhin deutlich über die Latte und vergab somit die mögliche Vorentscheidung. Was sich für Bautzen gleich darauf rächen sollte, kam Jena doch in der 54. Minute zu seinem ersten und einzigen Eckball der Partie. Durch Maximilian Schlegel von der rechten Seite vors Tor geschlagen landete dieser bei Jakub Wiezik, welcher aus Nahdistanz dem anderen Jakubov - Budissas Torhüter Jakub - keine Chance ließ. Noch war der Jubel nicht verhallt, da gelangten die Gäste vom Anstoß weg zu ihrer nächsten Torgelegenheit. Wieder wurde diese ihnen bildlich gesprochen auf dem Silbertablett präsentiert, als Gerlach und Koczor sich nicht einig waren, der Eine dem Anderen im Wege stand. Erneut vermochte Budissa kein Kapital daraus zu schlagen.

Eine grundlegende Besserung schien dem Jenaer Auftritt also auch nach dem Ausgleich nicht vergönnt und so wurde schon das Heranwinken von Velimir Jovanovic von hoffnungsvollem Applaus begleitet. Jenas Nummer 36, mit 14 Treffern doppelt so häufig erfolgreich wie der Nächstplatzierte in der internen Torschützenliste, hatte diesmal zunächst nur auf der Bank gesessen. Seine Einwechslung sollte später noch grundlegenden Einfluss auf den Spielausgang bekommen, doch zunächst war es Geißler, der in Minute 67 vergeblich auf einen Freistoßpfiff spekulierte. Sein Gegenspieler Rosendo war somit auf und davon, das Zuspiel von ihm kam noch präzise, nicht jedoch der Abschluss von Chris Reher. Nach einer gefühlten Ewigkeit bringt auch unser Team wieder etwas aus dem Spiel heraus zustande: Zehn Minuten vor Ultimo passt Eismann auf Wiezik, der kommt unter Bedrängnis nicht zum Abschluss, kann jedoch auf Crnomut ablegen, welcher deutlich verzieht.

Die Spieluhr zeigte die 82. Minute, da setzte Velimir Jovanovic zum großen Sololauf auf der rechten Seite an. Obwohl nicht vom Ball zu trennen, schien sein Weg zum Tor bereits verbaut zu sein, als er - schon im Sechzehner - an der Grundlinie zu Boden ging. Robert Wessel pfiff und Tino Schmidt verwandelte den Torhüter in die andere Ecke verladend. Mit großer Entschlossenheit vermochte insbesondere Raphael Koczor den 2:1-Vorsprung über die Zeit zu retten. Nicht nur, dass der Keeper beim Herauslaufen das Leder hoch aufs Tribünendach schoss. Er angelte auch einen Flachschuss aus dem linken Toreck (85.) und flog bei Hossmangs Freistoßknaller mit Erfolg ins rechte Dreiangel (89.)

Wie schon jener im Landespokalfinale trägt auch dieser Sieg einen etwas schmeichelhaften Charakter. Niemand wird über diese Saison deshalb von "Ende gut, alles gut" sprechen. Doch bescheren beide Ergebnisse wenigstens so etwas wie einen annehmbaren Ausklang einer ansonsten verhunzten Saison.

Stimmen zum Spiel:

Thomas Hentschel (Trainer der FSV Budissa Bautzen): Ich sehe es glaube ich nicht mit der Vereinsbrille, wenn ich sage, dass wir ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Das Negative daran war nur, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben. Über den Elfmeter kurz vor Schluss diskutiere ich nicht. Leider fahren nach einer engagierten Leistung mit leeren Händen nach Hause.

Volkan Uluc (Trainer des FC Carl Zeiss Jena): Jeder der in seinem Leben schonmal eine Turnhose an hatte weiß, dass es schwer ist, nach einem Spiel wie jenem am Mittwochabend nochmal Fahrt aufzunehmen. Dementsprechend schwer hat sich die Mannschaft getan. Doch man muss das Positive sehen, dass wir wie am Mittwoch auch heute einen Rückstand wettgemacht haben. Dass das Fußballerische nicht schön war, wir uns in allen Bereichen zur neuen Saison hin verbessern müssen, steht außer Frage. Aber auch für solche Siege wie dem Heutigen gibt es drei Punkte.

--Frank Cichos