2012/2013 19. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - 1. FC Union Berlin II 1:0

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 19. Spieltag
Saison Saison 2012/2013, Rückrunde
Ansetzung FCC - 1. FC Union Berlin II
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Mi. 15.05.2013 18.30 Uhr
Zuschauer 2.570
Schiedsrichter Jens Klemm (Gröditz)
Ergebnis 1:0 (1:0)
Tore
  • 1:0 Patzler (6. Eigentor)
Andere Spiele
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Programmheft
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Aufstellungen

Jena
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Tino Berbig
Florian Giebel, Gábor Dvorschák, Marius Grösch, Dennis Schulte
Justus Six (71. Yves Brinkmann), Tom GeißlerGelbe Karte.gif (73. Marc Andris), Marco Riemer, Tino Schmidt (87. Sebastian Fries)
Andis Shala, Przemyslaw Trytko
Trainer: Petrik Sander
Union
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Sebastian Patzler
Oliver Oschkenat, David Hollwitz, Sebastian Fritsche, Oliver Hofmann (46. Jack Krumnow), Daniel Ujazdowski, Robin Emil Hoth, Stephan Gill, Robert Hermann, Ricky Okai Djan (69. Philipp Grüneberg), Cihan SelcukGelbe Karte.gif (74. Marcus Mlynikowski)
Trainer: Engin Yanova

Spielbericht

Sieg gegen Union II. fällt zu knapp aus

Mit 1:0 schlägt der FCC am Mittwochabend die Zweitvertretung von Union Berlin und sündigt dabei mit seinen Chancen. Ein Eigentor des Union-Keepers Patzler, von dessen Rücken ein Lattenknaller Geißlers ins Tor trudelte (6.) bescherte den dominanten Blau-Gelb-Weißen einen guten Start. In dessen Folge kontrollierte Jena das Spiel nach Belieben, versäumte aber weitere Treffer. Der Heimsieg vor 2.570 Zuschauern lässt den FCC zurück auf Rang 2 klettern.

"Schluss mit lustig" hatte Petrik Sander nach der peinlichen Vorstellung in Torgelow angekündigt, und was das bedeutete, durften sich die sonstigen Stammkräfte Peßolat, Schlosser und Wolf an diesem sonnig-warmen Frühlingsabend von der Tribüne aus anschauen. Stattdessen gab mit Florian Giebel ein weiterer A-Junior sein Debüt im Trikot von Jenas erster Mannschaft und wusste auf der Rechtsverteidigerposition durchaus zu überzeugen, ebenso wie die taktische Umstellung auf ein klassisches 4-4-2 den Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld schöner anzuschauenden Fußball bescherte als zuletzt.

Gegen die nur noch theoretisch um den Klassenerhalt bangenden Berliner gelang dem FCC ein Start nach Maß. Eigentlich aus dem Nichts zog Tom Geißler plötzlich aus gut 20 Metern ab, von der Latte sprang der Ball an den Rücken von Unions Keeper Petzler und von dort aus ins Tor zum umjubelten Führungstreffer (6.). Es hätten weitere Tore fallen können, so durch Trytkos Schlenzer von der Strafraumgrenze (20.), Geißlers Eckball-Nachschuss aus spitzem Winkel am kurzen Pfosten vorbei (27.), Schmidts Knaller an die Lattenunterkante aus 25 Metern (29.), Shalas Möglichkeit im 5m-Raum (31.), Shalas Direktabnahme einer Schulte-Hereingabe übers Tor (35.) oder Shalas sich auf die Querlatte senkenden Kopfball (45.). Jena war ganz klar Herr im Hause, war vor allem körperlich und läuferisch deutlich überlegen, während die Gäste überhaupt keine Einstellung zum Spiel fanden. Vor allem aus dem Mittelfeld heraus, in dem Tom Geißler als Regisseur herausragte, erzeugten die Thüringer einen enormen Druck, so dass Tino Berbig weitestgehend beschäftigungslos blieb und nur bei einem Drehschuss von Djan in der 36. Spielminute auf der Hut sein musste.

Nach dem Wechsel wurden zwar die Seiten getauscht, am Einbahnstraßenfußball in Richtung Sebastian Patzler änderte sich aber nichts. Shala und Schulte nach Eckbällen (55./56.), Six und Trytko im Doppelpack nach Zuckerpass von Geißler (68.), Trytko, Dvorschak und Schulte (76./77.), ein jeder versuchte sich im Torabschluss, ein jeder mit dem gleichen unbefriedigenden Ergebnis. So kam im leidgeprüften Zeissfan etwas Unruhe auf, als mit Philipp Grüneberg ein Ex-Jenaer eingewechselt wurde. Und tatsächlich gingen die einzigen beiden Torschüsse der Gäste nach dem Seitenwechsel auf sein Konto, als er mit jeweils strammen Freistößen Tino Berbig sehenswert prüfte (72./84.). Doch wirklich gefährden konnten die Rot-Weißen Jenas konzentriert stehende Hintermannschaft nicht. Stattdessen boten sich für Przemyslaw Trytko in der Schlussphase noch zwei 100%ige nach jeweils schönen Zuspielen von Shala und Brinkmann zur Resultatserhöhung, die der Pole beide am Tor vorbei setzte. Beim Abpfiff des im übrigen sehr umsichtigen Schiedsrichters Klemm standen dann gleich 7 Jenaer Eigengewächse auf dem Platz und der Beweis, dass das Bauen auf die eigene Jugend durchaus zukunftsfähig ist. Was blieb, waren drei Punkte in einem Spiel, das mehr als nur das eine Tor verdient gehabt hätte. Der größte Wermutstropfen aber war die fünfte gelbe Karte für Tom Geißler, der sich mit einem dummen und überflüssigen Foulspiel die Teilnahme am Spiel gegen seinen Ex-Verein am Sonntag verbaute.

Trainerstimmen:

Engin Yanova: Das 1:0 ist für uns sehr schmeichelhaft, wir hätten hier auch mit 4 oder 5 Toren Rückstand verlieren können. Jena war körperlich absolut überlegen, wir haben die meisten Zweikämpfe verloren. Wir wollten über den Ballbesitz kommen, Situationen spielerisch lösen, das ist unser Spiel, aber das war heute nicht möglich. Daher ein absolut verdienter Sieg für Jena

Petrik Sander: Wir haben intern Tacheles geredet und die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt, und zwar als Mannschaft. Wir wollten über die kämpferische Schiene kommen, Union nicht zur Entfaltung kommen lassen, das ist uns gut gelungen. Wir müssen uns nur vorwerfen, nicht noch weitere Treffer nachgelegt zu haben. Die Maßnahmen haben gegriffen, keiner hat enttäuscht. Von den Jungen ist noch viel zu erwarten, aber sie brauchen Zeit. Das Gerüst an jungen Spielern ist da und wir wollen im Sommer die Weichen stellen, um in der nächsten Saison um den Aufstieg mitspielen zu können. Nichts anderes kann die Zielstellung sein.

--GUNNER