2010/2011 06. Spieltag: SV Wehen Wiesbaden - FC Carl Zeiss Jena 2:1

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Spieldaten
Wettbewerb 3. Liga, 6. Spieltag
Saison Saison 2010/2011, Hinrunde
Ansetzung SV Wehen Wiesbaden - FCC
Ort Brita-Arena in Wiesbaden
Zeit So. 29.08.2010 14:00 Uhr
Zuschauer 5.314
Schiedsrichter Arno Blos (Altbach)
Ergebnis 2:1
Tore
  • 1:0 Barg (55.)
  • 2:0 Janjic (60.)
  • 2:1 Hähnge (76.)
Andere Spiele
oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Wiesbaden
Michael Gurski
Florian Hübner, Thorsten BargGelbe Karte.gif, Quido Lanzaat, Fabian Schönheim
Addy Waku Menga, Jan FießerGelbe Karte.gif, Slatko Janjic (77. Martin Abraham), Danko Boskovic, Marcel Ziemer (83. Alf Mintzel)
Marco SailerGelbe Karte.gif (46. Jovan Damjanovic)

Trainer: Gino Lettieri

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Carsten Nulle
Marco RiemerGelbe Karte.gif, Moses Sichone, Alexander Voigt, Ronny Nikol (60. Sören Eismann)
Tobias Kurbjuweit (67. André Luge), Jens Truckenbrod, Torsten Ziegner, Ralf Schmidt, Josip Landeka (82. Christian Reimann)
Sebastian Hähnge

Trainer: Jürgen Raab

Spielbericht [1]

Vorspiel am Imbiss hinter der Gegengeraden: Brat- oder Rindswurst oder Thüringer? Wir entschieden uns für Thüringer und erhielten einen langen geknickten "Leichenfinger" ins Brötchen. "Waren Sie schon mal in Thüringen?" entfuhr es mir in Richtung Verkäuferin. Fragende Antwort: "Die Wurst??? … Oder ich?... Nein." Ihr Bratwurstbrater klärte sie dann auf, dass diese Dinger nicht einmal ansatzweise Thüringer waren. "… aber bei uns heißen die schon immer so…", erwiderte die verdutzte Dame.

Nach 20 Minuten rieb sich auch so mancher FCC-Fan verdutzt die Augen, der die letzten anderthalb Heimkatastrophen noch in Erinnerung hatte: Der FCC war bis dahin nicht nur ohne Gegentor geblieben, sondern hatte den Gastgebern deren Spiel gehörig durcheinander gebracht. WW hatte bis dahin, abgesehen von einem Fernschuss in der 10. min, außer langen Bällen aus dem Halbfeld nichts zu bieten. Jena spielte couragiert, störte den Spielaufbau des Gegners bereits im Ansatz und zeigte seinerseits ein schönes Kurzpassspiel im Mittelfeld. Und nach dem Augenreiben hatten die FCC-Fans auch den Torschrei auf den Lippen, als Landeka nach einem von Nikol schnell ausgeführten Freistoss frei vor Gurski auftauchte, dem Torwart den Ball aber auf die Fäuste statt ins Netz hämmerte. Interessant war, dass in dem Jenaer Angriffsdreieck Hähnge - Kurbjuweit - Ziegner sich Hähnge und Ziegner in der Spitze abwechselten. Dazu schalteten sich die Mittelfeldspieler und die Außenverteidiger immer wieder in die Angriffe ein und die Hausherren reagierten darauf ziemlich planlos. Bis zur Halbzeitpause änderte sich an diesem Spielverlauf nichts. WW blieb spielerisch alles schuldig und produzierte viele Fehler. Beim FCC klappte zwar auch nicht alles - starken Aktionen folgten simple Ballverluste, ein Freistoss an der Strafraumgrenze wurde kläglich "verkombiniert" (32.), an der Strafraumgrenze war zumeist Schluss -, aber man behielt den Kopf oben und hatte das Spiel ziemlich im Griff. Nur unmittelbar vor dem Pausenpfiff hatte WW eine gute Chance, aber Nulle parierte den Kopfball nach einer Ecke glänzend. Zur Pause konnte man mit dem selbstbewussten und engagierten Auftreten der Blau-Gelb-Weißen sehr zufrieden sein.

Wenn nur jene Viertelstunde nach der Pause nicht gewesen wäre… Beim FCC hatte man dem Pausentee irgendwas aus der Kategorie "Schlafmittel" beigemischt, WW hatte einen Schluck von Miraculix' Zaubertrank erwischt, der zwar nur 15 min wirkte, dies aber so gründlich, dass der FCC nicht wusste, wie ihm geschah. Chance auf Chance - oft über Janjic auf der rechten Angriffsseite - brach über uns herein. Zweieinhalb Schüsse parierte Nulle, ein Kopfball ging drüber, dann knallte ein Schuss von der Strafraumgrenze unhaltbar ins untere Eck - das 0:1 war eine logische Folge der vorangegangenen Minuten. Und weiter rollte Angriff auf Angriff, bis Sichone mit einer versprungenen Ballannahme einen Angriff der Gastgeber über links und somit das 0:2 einleitete. Dann war Schluss mit dem Miraculix-Saft, WW wurde ruhiger, der FCC wieder besser. Die Einwechslungen von Eismann und Luge brachten frischen Wind und die Angriffsbemühungen gipfelten in einem schönen Angriff Riemer - Ziegner - Hähnge, den Letzterer mit einem wunderschönen Schuss zum 1:2 abschloss. Danach war alles möglich, von einem 3:1 nach weiteren We-Wi-Chancen (78., 79.), die Nulle vereitelte, bis hin zum Ausgleich nach Riemanns Flanke, die erst Luge verpasste und dann den langen Pfosten touchierte (84.). Der FCC kämpfte bis zur letzten Sekunde, aber es sollte nicht sein.

Letztendlich war es - abgesehen von jener Viertelstunde - ein gutes Spiel, das dem FCC die wenigsten zugetraut haben und das man nicht verlieren muss. Auf dieser Leistung kann der FCC aufbauen, um endlich wieder die Heimzuschauer mit einem Sieg im nächsten Spiel zu versöhnen.

--Uwe

  1. Mit freundlicher Genehmigung von Franks FCC-Seite übernommen.