2011/2012 18. Spieltag: SV Wehen Wiesbaden - FC Carl Zeiss Jena 0:0

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Spieldaten
Wettbewerb 3. Liga, 18. Spieltag
Saison Saison 2011/2012, Hinrunde
Ansetzung SV Wehen Wiesbaden - FCC
Ort BRITA-Arena in Wiesbaden
Zeit Sa. 26.11.2011 14:00 Uhr
Zuschauer 3.112
Schiedsrichter Malte Dittrich (Bremen)
Ergebnis 0:0
Tore

Fehlanzeige

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oder Berichte

Aufstellungen

Trikotfarben
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Wiesbaden
Michael Gurski
Sven Schimmel (46. Milad Salem), Quido Lanzaat, Marcus Mann, Pascal Bieler
Nikolas Ledgerwood, Nils-Ole Book
Aziz BouhaddouzGelbe Karte.gif (67. Addy-Waku Menga), Marco ChristGelbe Karte.gif, Alf MintzelGelbe Karte.gif (72. Orlando Smeekes)
Steffen Wohlfarth

Trainer: Gino Lettieri


Trikotfarben
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Jena
Tino Berbig
Martin Ullmann, Kai-Fabian Schulz, Alexander Voigt, Nils Miatke
Marlon Krause (90.+2 Arne Reetz), Josip Landeka (88.Gelbrote Karte.gif)
René Eckardt, Sebastian Hähnge, Sebastian Fries (74. Christoph Siefkes)
Nils PichinotGelbe Karte.gif (81. Velimir Jovanovic)

Trainer: Petrik Sander

Spielbericht

Bisher zeigte sich der November 2011 aus meteorologischer Sicht sehr ruhig mit viel Sonne, wenig Niederschlag und relativ angenehmen Temperaturen. Umso heftiger brach der Anfangssturm der Gastgeber über unsere Mannschaft herein. Bereits nach 30 Sekunden hatten die rund 2700 Heimzuschauer – abgesehen von den 400 Blau-Gelb-Weißen – bereits den Torschrei auf den Lippen, als Christ an der Außenlinie zwei junge Jenaer steinalt aussehen ließ und Bouhaddouz seine Eingabe nur knapp verfehlte. In der 2. min gab es die nächste dicke We-Wi-Chance – wiederum über unsere rechte Abwehrseite. Weitere fünf Minuten später kam ein Jenaer Befreiungsschlag postwendend zurück und Berbig warf sich knapp vor Wohlfarth auf den Ball. Aber angesichts der bisherigen Saisonleistungen rieb man sich als Zeiss-Fan verwundert die Augen, denn auch wir hatten plötzlich Chancen. Nach einem Foul an Eckart knallte Miatke den Freistoß direkt aufs Tor und Gurski hatte beide Fäuste voll zu tun, die Spielkugel weit weg zu befördern (8.). Dann brannte wieder auf der Gegenseite die Luft: Nach einer Ecke musste Berbig blitzschnell ins linke unter Toreck abtauchen, um einem wuchtigen Kopfball den Weg hinter die Linie zu verlegen. Und keine Minute später knallte Eckardt einen hohen Ball aus halbrechter Position direkt aufs lange Eck, aber der Torwart flog richtig und wehrte zur Ecke ab. Nach einer Viertelstunde stand der FCC deutlich sicherer und das Spiel beruhigte sich zu unseren Gunsten. Immer häufiger endeten die heimischen Angriffsbemühungen an unserer Strafraumgrenze und da unsere Jungs bereits in der gegnerischen Hälfte Druck auf den Ballführenden ausübten lief bei We-Wi auch im Mittelfeld nicht mehr viel zusammen. Mehr und mehr setzte der FCC Nadelstiche in Form von schnellern Gegenzügen, die die oft weit aufgerückte SV-Abwehr in Verlegenheit brachten. Oft fehlte aber die letzte Perfektion, um die guten Ansätze in Zählbares umzusetzen. Oder eben der Schiedsrichterpfiff, der ein Handspiel eines Verteidigers (weder angeschossen noch passiv) ignorierte, als dieser eine flache Eingabe Eckardts stoppte. Ohne weitere nennenswerte Torgelegenheiten verliefen die nächsten Minuten. In der 38. Spielminute passte jedoch (fast) alles: Hähnge zog an der linken Außenlinie auf und davon und brachte eine punktgenaue Flanke in den Strafraum. Punktgenau setzte Pichinot seinen Kopfball jedoch an den linken Torpfosten und so endete das tiefe Luftholen und Armehochreißen der Zeiss-Fans nicht in einem brachialen Torschrei, der die Brita-Wellblechbude hätte erbeben lassen, sondern in einem Aufstöhnen und Hände-vors-Gesicht-schlagen.

Nach der Pause erhob sich der Wehen-Wiesbadener Sturm erneut und in der 47. min steuerte nach einem Krause-Fehler noch tief in der eigenen Hälfte ein Wehener zielstrebig auf Berbigs Gehäuse zu, lediglich Voigt stand in seinem Weg. Und der Jenaer Abwehrrecke wehrte sich redlich gegen das Ausgetanztwerden und störte den Angreifer so, dass dieser nicht schoss, sondern mit einem hilflosen Abspiel seinen Mitspieler abseits stellte. In der 49. min schlenzte Book nach einer gelungenen Kombination vorm Jenaer Strafraum den Ball knapp übers Tor. Nach dem nächsten Angriff zappelte der Ball im Jenaer Tornetz, aber Bouhaddouz hatte sich mit dem Arm in die Flanke geworfen und bekam nach Intervention des Assistenten an der Seitenlinie statt eines Tors eine Verwarnung zugesprochen. Der FCC war aber im Spiel nach vorn auch nicht untätig, aber erst entschied sich Hähnge für einen Lupfer über den Keeper (und knapp übers Tor) statt für ein Abspiel auf den mitlaufenden Fries (53.) und dann waren sich Hähnge und Krause gegenseitig im Weg, als der Ex-Jenaer Lanzaat eine Pichinot-Flanke überraschend durchrutschen ließ. Und wiederum bekam unsere Mannschaft nach einer Viertelstunde das Spiel in den Griff und übernahm sogar peu à peu die Herrschaft auf dem Rasen. Wir sahen ein planvolles Herausspielen aus der Abwehr nach vorn. Teilweise ging es so flott im Zickzack nach vorn, dass die Gastgeber die Orientierung verloren und die heimischen Zuschauer lautstark äußerten, was sie bereits vor der Pause leise murrend begannen: “Letteri raus!” und “So eine Sch***e woll’n wir hier nicht sehen!” Als Zeiss-Fan hat man solches lange nicht erlebt und in jener Phase hätte ein Tor unsererseits das Spiel entschieden. Aber so schön und schnell auch der FCC auch nach vorn agierte, es fehlte entweder die letzte Präzision oder einfach mal der richtige Bums im Schuss, so dass Gurski mit den Bällen auf sein Tor leider nie ernsthafte Probleme bekam. Unser Spiel war sehr intensiv und anstrengend und so war es kein Wunder, dass Fries beispielsweise platt war und in der 74. min durch Siefkes ersetzt wurde. Der neue Schwung wurde dann gebremst, als Landeka nach einem unnötigen Foul in der gegnerischen Hälfte die gelb-rote Karte sah. Der FCC entschied sich zurecht für den Spatz in der Hand und spielte die verbleibenden Minuten souverän herunter und sicherte sich so seinen ersten Auswärtspunkt gegen Wehen(-Wiesbaden).

Unsere bisherigen Reisen (in drei verschiedene Stadien) zum SVW(W) waren nie von Erfolg gekrönt, im Gegenteil, es gab ganz bittere Reisen. Aber nicht nur deshalb war der Punktgewinn in Wiesbaden ein großer Erfolg. Zum ersten Mal seit langem hatte man nicht das Gefühl, dass da ein potentieller Absteiger in FCC-Trikots auf dem Rasen steht, sondern die Mannschaft hat mit Einsatz und Elan gezeigt, was sie – trotz personeller Ausfälle – wirklich tatsächlich leisten kann. Und das gibt Mut für die letzten drei Punktspiele im Jahr 2011.

--Uwe