2014/2015 23. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - ZFC Meuselwitz 1:1

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 23. Spieltag
Saison Saison 2014/2015
Ansetzung FCC - ZFC Meuselwitz
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Mi. 15.04.2015 18:00 Uhr
Zuschauer 2.484
Schiedsrichter Philipp Kutscher (Berlin)
Ergebnis 1:1 (0:1)
Tore
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Aufstellungen

Trikotfarben
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Jena
Stefan Schmidt
Sören Eismann, Marius Grösch, Justin Gerlach, Fabian Raithel (49. Dusan Crnomut)
Maxim Banaskiewicz (68. Johannes Pieles), René Eckardt, Daniel RupfGelbe Karte.gif (39. Alexander Hettich), Thomas Ströhl
Jakub WiezikGelbe Karte.gif, Velimir Jovanovic
Trainer: Volkan Uluc


Trikotfarben
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Meuselwitz
Andreas Naumann
Joseph Gröschke, Frank MüllerGelbe Karte.gif, Lukas Pägelow, Francesco LubschGelbe Karte.gif
Benjamin Boltze (90. Sebastian Weiske), Andreas Luck, Michael Rudolph, Rene Weinert (79. Raik Hildebrandt)
Manuel Starke, Sebastian Albert (30. Junior TorunarighaGelbe Karte.gif)
Trainer: Dietmar Demuth

Spielbericht

Schmeichelhaftes Remis gegen Meuselwitz

Der FC Carl Zeiss Jena bleibt auch im vierten Ligaspiel in Folge ohne Sieg. Gegen den Drittletzten ZFC Meuselwitz kommt die Mannschaft von Volkan Uluc im Nachholspiel des 23. Spieltags zu einem insgesamt schmeichelhaften 1:1. Damit misslang exakt vier Wochen vor dem Finale des Köstritzer-Landespokals auch die Generalprobe. Meuselwitz hatte in einer Partie, die nur in den letzten 20 Minuten gewissen Ansprüchen genügte, mehrfach die Möglichkeit zur Vorentscheidung. Nachwuchsstürmer Johannes Pieles erzielte bei seinem Debüt den Ausgleich für den FC Carl Zeiss.

Im Vergleich zur 1:2-Niederlage in Zwickau am Sonntag änderte Volkan Uluc die Startelf des FCC auf drei Positionen. Für die gesperrten Pierre Becken (Rotsperre) und Filip Krstic (Gelb-Rot-Sperre) rückten Marius Grösch und Fabian Raithel in die Anfangsformation und Viererkette des FCC. Zudem feierte der erst 18-jährige U19-Torhüter Stefan Schmidt sein Pflichtspieldebüt im Kasten der ersten Mannschaft des FC Carl Zeiss. Auf Meuselwitzer Seite zog sich der ehemalige Jenaer Benjamin Fuß, der erst in der Winterpause von Zwickau nach Ostthüringen gewechselt ist, im Pokalhalbfinale in Ohratal einen Kreuzbandriss zu und fällt folglich mehrere Monate aus. Dietmar Demuth setzte mit einer Ausnahme auf die Elf, die zuletzt ein torloses Remis gegen den BFC Dynamo eingefahren hat. Mannschaftskapitän Manuel Starke stürmte anstelle des ehemaligen Jenaers Junior Torunarigha von Beginn an.

Bei sommerlichen Temperaturen um 25 Grad taten sich beide Mannschaften zunächst schwer, in die Partie zu finden. Für die erste kleine Aufregung sorgte nach 10 Minuten ausgerechnet Debütant Stefan Schmidt, der über den Ball schlug und damit Rene Weinert eine Schusschance ermöglichte. Diese entschärfte der Schlussmann der U19-Bundesliga-Junioren des FCC jedoch sicher. 6 Minuten später verliert Fabian Raithel im Mittelfeld den Ball und ermöglicht damit Boltze die Möglichkeit zur schnellen Weiterleitung auf Weinert. Dessen Schuss geht ein paar Meter über das Jenaer Tor. Die Hausherren agierten weiterhin unkonzentriert und so brachte ein unnötiger Ballverlust von Rupf die zweite Ecke für Meuselwitz. Von der rechten Seite durch Boltze getreten landet die Kugel direkt bei Andreas Luck, der am kurzen Pfosten ungedeckt aus Nahdistanz zum 0:1 aus Jenaer Sicht einnetzen kann (18.). Erst nach 25 Minuten ergab sich die erste Torchance für den FCC. Jovanovic behauptete das Spielgerät stark und leitete die Kugel auf Eckardt weiter, der wiederum auf Ströhl auf der linken Angriffsseite weitergab. Dessen Schuss aus halblinker Position konnte Naumann klären. Nach einer halben Stunde kam Junior Torunarigha auf Meuselwitzer Seite für den verletzten Sebastian Albert in die Partie. Auf dem Rasen des Ernst-Abbe-Sportfelds blieb in der Folgezeit vieles Stückwerk. Noch vor der Pause brachte Volkan Uluc Alexander Hettich für den gelbvorbelasteten Daniel Rupf in die Partie, der zudem leicht angeschlagen war. Doch am Rückstand zur Halbzeit änderte sich nichts mehr. Die 2.484 Zuschauer im Paradies sahen eine insgesamt schwache erste Halbzeit des FC Carl Zeiss gegen den Tabellendrittletzten aus Ostthüringen.

240 Sekunden nach Wiederanpfiff hatte Benjamin Boltze die Chance zum 2:0 aus Meuselwitzer Sicht. Thomas Ströhl kam ins Straucheln, so dass der rechte Mittelfeldspieler des ZFC freie Bahn hatte. Sein Schuss aus spitzem Winkel kann Stefan Schmidt allerdings per Fußabwehr vor der Torlinie parieren (49.). Während der FCC sich weiter unheimlich schwer tat, teils behäbig wirkte und im Angriffsspiel einfallslos agierte, hatte Michael Rudolph erstmals nach etwas mehr als einer Stunde die Chance, die Führung für seine Mannschaft auszubauen. Er bekommt den Ball im Angriffsdrittel in die Füße gespielt, lässt seinen Gegenspieler mit einem Haken aussteigen und schlenzt den Ball dann aus etwa 14 Metern mit links an den linken Pfosten – Glück für den FCC (61.).Drei Minuten später ergab sich für Alexander Hettich quasi aus dem Nichts die Möglichkeit zum Ausgleich: Nach einer Flanke von der linken Seite durch Ströhl können die Meuselwitzer nicht sauber klären. Hettich nimmt die Kugel aus 10 Metern Volley und verfehlt das Tor der Gäste nur knapp (64.). Nach 68 Minuten schickte Volkan Uluc mit Johannes Pieles einen weiteren Debütanten in die Partie. Der 18-jährige Angreifer ersetzte fortan Maxim Banaskiewicz. 20 Minuten vor dem Ende hatte erneut der ZFC die Gelegenheit, auf 2:0 zu erhöhen. Lubsch legte das Spielgerät überlegt in den Rücken der FCC-Abwehr, wo Pägelow aus rund 18 Metern nur knapp verzog (70.). Im Anschluss an eine Ecke von Alexander Hettich landete die Kugel beim kurz nach der Pause eingewechselten Dusan Crnomut, dessen Schuss aus 18 Metern von Andreas Naumann im Tor der Gäste entschärft werden konnte (79.). Keine 60 Sekunden später beförderte Sören Eismann die Kugel aus Nahdistanz im Anschluss an eine Flanke von Ströhl an die Unterkante der Querlatte. Der Defensivspieler stand bei der Aktion jedoch im Abseits. Im direkten Gegenstoß hatte der ZFC zum dritten Mal die Chance zur Vorentscheidung. Über Boltze auf der rechten Seite wurde der Konter nach vorne getragen. Dieser setzte Rudolph im Sturmzentrum mustergültig ein, doch der Meuselwitzer verpasste aus Nahdistanz das Tor zum 0:2 und beförderte das Spielgerät stattdessen deutlich über das Tor von Stefan Schmidt (80.). Wiederum keine drei Zeigerumdrehungen später ergab sich für den eingewechselten Raik Hildebrandt die nächste – insgesamt vierte - sehr gute Torchance, doch auch er verpasste die mögliche Vorentscheidung. Und wie es fast immer ist: Wenn Du vorne die Chancen nicht machst, fängst Du hinten noch eines – und das traf diesmal auf Meuselwitz zu. René Eckardt, der heute die Kapitänsbinde trug, brachte eine Flanke von der rechten Seite mustergültig in den Meuselwitzer Strafraum, wo Nachwuchsspieler Pieles ideal stand und die Kugel platziert und unhaltbar per Kopf im langen Eck zum insgesamt sehr schmeichelhaften Ausgleich versenkte (85.). Meuselwitz machte aus seinen vielen exzellenten Torchancen an diesem Abend deutlich zu wenig und so brachte auch Francesco Lubsch die Kugel unmittelbar nach Wiederanpfiff nicht im Tor des FCC unter (86.). In der Nachspielzeit hatte Alexander Hettich durch einen Freistoß noch einmal die Gelegenheit, für etwas Torgefahr zu sorgen. Der Ball wurde flach in die Mauer befördert – eine symptomatische Szene für eine Partie, in der der FCC seinen eigenen Ansprüchen nur ganz selten wirklich gerecht wird. Einzig die Juniorenspieler Schmidt, Crnomut und Pieles konnten gefallen.

Stimmen zum Spiel

Dietmar Demuth (Trainer des ZFC Meuselwitz): "Man kann sich vorstellen: Wenn man nach Jena fährt und spielt dort 1:1, hätte ich das vorher unterschrieben. So bin ich vom Ergebnis enttäuscht. Wir waren die ganz klar bessere Mannschaft. Wir waren dem Gegner von der Aggressivität und vom Spielaufbau her überlegen. Der Gegner spielt nur Langholz. Das ist ärgerlich. Ich bin sauer."

Volkan Uluc (Trainer des FCC): "Ich bin ein Freund von Herrn Demuth, aber auch Meuselwitz spielt nicht immer Champagner-Fußball. Wir haben heute die Gelegenheit genutzt ein paar jungen Spielern die Chance zu geben. Wir haben insgesamt 6 Spieler aufgeboten, die U23-Spieler sind. Dass es nicht immer klappen wird, war vorher klar. Ich brauche als Trainer solche Spieler, um die Jungen reinzuwerfen. Dass das bisher von den Heimspielen das schwächste war, muss man akzeptieren. Mir war dennoch klar, dass es keinen Weg geben wird, der dreispurig asphaltiert ist. Es wird ein steiniger Weg. Ich bin stolz, dass Pieles das 1:1 macht. Die, die jetzt kritisch sind, sollen 3 bis 4 Monate warten und werden dann der Mannschaft applaudieren. Ich lasse mich von dem Weg nicht abbringen. Ich hätte das Gleiche nach einer Niederlage gesagt. Ich lasse nichts auf die Jungs kommen. Ich war mit Stefan Schmidt sehr zufrieden. Ihm gehört die Zukunft. Man hat es oft bei Torhütern, dass die Debüts nicht so gut gelingen. Wir geben Stefan die Möglichkeit und werden ihn entwickeln. Es gab nie eine Suspendierung von Raphael Koczor."

--da Silva