2015/2016 32. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - SV Babelsberg 03 0:2

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 32. Spieltag
Saison Saison 2015/2016
Ansetzung FCC - SV Babelsberg 03
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Fr. 06.05.2016 18:00 Uhr
Zuschauer 2.690
Schiedsrichter Sebastian Schmickartz (Berlin)
Ergebnis 0:2 (0:0)
Tore
  • 0:1 Shala (66.)
  • 0:2 Steinborn (76.)
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Programmheft
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Jena
Stefan Schmidt
Sören Eismann (78. Maximilian Wolfram), René Klingbeil, Justin GerlachGelbe Karte.gif, Maximilian Schlegel
Artur Mergel (74. Florian Giebel), Sven ReimannGelbe Karte.gif, Niclas Erlbeck (64. Dominik Bock), Marcel Bär
Bedi Buval, Manfred Starke
Trainer: Volkan Uluc
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Babelsberg
Marvin Gladrow
Severin Mihm, Laurin von Piechowski, Leon HellwigGelbe Karte.gif, Erdal Akdari
Bilal Cubukcu, Ugurtan Cepni (21. Lionel Salla), Niels FiegenGelbe Karte.gif, Matthias Steinborn (83. Merphi Kwatu), Enes Uzun (89. Ramazan Günel)
Andis Shala
Trainer: Cem Efe

Spielbericht

0:2-Heimniederlage gegen Babelsberg 03

Der FC Carl Zeiss Jena kommt im siebten Ligaspiel in Serie nicht zu einem Sieg und unterliegt vor 2.690 Zuschauern im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld dem Tabellenachten SV Babelsberg 03 mit 0:2. Nach torloser erster Spielhälfte, in der Manfred Starke und Marcel Bär bei Pfostentreffern jeweils Pech hatten, markierten der ehemalige Jenaer Andis Shala und Matthias Steinborn in der zweiten Halbzeit die Treffer für die Potsdamer, die damit den zweiten Dreier in Folge feiern können.

Gleich fünf Änderungen gab es auf Seiten der Zeiss-Elf im Vergleich zum 1:1 in Neugersdorf am letzten Freitag: Für Raphael Koczor, Florian Giebel, Dominik Bock, Mathis Böhler und Tom Nattermann rückten Stefan Schmidt, Maximilian Schlegel, Artur Mergel, Bedi Buval und Manfred Starke in die erste Elf. Volkan Uluc nahm wie gewohnt auf der Jenaer Bank Platz, obwohl er nach der Niederlage gegen Auerbach im Dezember angekündigt hatte, dass er lieber gleich auf der Tribüne Platz nimmt, wenn Sebastian Schmickartz das nächste Jenaer Spiel pfeifen wird. Der Hintergrund: Uluc musste als Trainer in 10 Jahren viermal auf die Tribüne und immer war der Unparteiische aus Berlin beteiligt. Eines vorweg: Volkan Uluc musste diesmal seinen angestammten Platz nicht verlassen – die Leistung des Schiedsrichtertrios war in Summe absolut unauffällig.

8 Minuten waren bei frühsommerlichen Temperaturen von über 25 Grad gespielt, als der Ball hinter Babelsbergs Keeper Marvon Gladrow im Netz einschlug. Nach einer Ecke bugsierte Sören Eismann den zweiten Ball mit Wucht ins Gästetor, stand jedoch zum Zeitpunkt der Ballabgabe im Abseits, so dass Schiedsrichter Schmickartz auf Geheiß seines Assistenten Max Burda dem Treffer zu Recht die Anerkennung verwehrte. In der Folgezeit zeigten beide Teams teils astreinen Sommerfußball und belegten damit deutlich, dass der Fokus in der Schlussphase der Saison jeweils klar auf dem Landespokalfinale am 28. Mai liegt. So war es erneut Sören Eismann im Anschluss an einen ruhenden Fall vorbehalten, für die nächste Torchance zu sorgen: Den Freistoß von Maximilian Schlegel brachte er per Kopf druckvoll, verfehlte das Tor von Marvin Gladrow jedoch um einen halben Meter (27.). Keine 60 Sekunden später profitierte Manfred Starke von einer zu kurzen Kopfballrückgabe durch Erdal Akdari, konnte hieraus aus spitzem Winkel jedoch kein Kapital schlagen (28.). Der anschließende Kontakt mit der Bande war schmerzhaft. Allerdings konnte der Jenaer Linksfuß anders als sein Gegenüber Ugurtan Cepni – der sich im Zweikampf mit Artur Mergel verletzte - weiterspielen. Auch an der dritten gefährlichen Aktion des Abends war Sören Eismann beteiligt: Gegen Severin Mihm eroberte er den Ball und leitete aus der eigenen Hälfte den Konter ein. Seine Flanke in den Babelsberger Strafraum nimmt Manfred Starke mustergültig runter, schießt das Spielgerät dann jedoch aus 9 Metern nur an den rechten Pfosten. Den anschließenden Nachschuss von Artur Mergel kann Marvin Gladrow mit etwas Mühe klären (39.). Erneut Pech mit Aluminium hatte der FCC vier Zeigerumdrehungen später: Nach einem Eckball von Manfred Starke wird der Ball direkt vor die Füße von Marcel Bär geklärt. Der zieht aus 21 Metern einfach mal ab. Der Ball geht flach an Freund und Feind vorbei an den rechten Pfosten. Marvin Gladrow wäre ohne Abwehrchance gewesen (43.). Der SV Babelsberg 03 konnte sich folglich glücklich schätzen, mit einem 0:0 in die Pause zu gehen.

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff kamen zum zweiten Mal an diesem Abend die Sanitäter zum Einsatz. Matthias Steinborn konnte einen Sprint aus vollem Tempo nicht mehr rechtzeitig abbremsen und stürzte fast exakt an der Stelle über die Bande, an der Manfred Starke in der 1. Halbzeit fiel. Zum Glück konnte es auch beim Babelsberger Kicker nach kurzer Behandlungspause weitergehen. Die erste Torgelegenheit im zweiten Durchgang war dem FCC vorbehalten: Bedi Buval verpasste die direkte Einschussmöglichkeit im Anschluss an eine flach getretene Flanke von Maximilian Schlegel nur knapp (52.). Die erste Chance für den Gast aus Potsdam hatte Bilal Cubukcu. Der Babelsberger Mannschaftskapitän zog aus 11 Metern im Anschluss an einen Einwurf einfach mal ab und verfehlte das Tor von Stefan Schmidt hierbei nur knapp (58.). Nach exakt 66 Spielminuten stellte ein ehemaliger Jenaer den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf. Eine Ecke von Bilal Cubukcu kommt zu Enes Uzun, der in den Jenaer Strafraum flankt. Dort kann sich der 1,91 Meter große Angreifer im Kopfballduell behaupten und die Kugel unhaltbar in die Maschen köpfen. Für Shala, der in 39 Pflichtspielen für den FCC zwölfmal traf, war es bereits der 13. Saisontreffer – er ist damit bester Torschütze des SV Babelsberg 03. Als Torvorbereiter betätigte sich Shala dann eine Viertelstunde vor dem Ende. Eine Flanke von der linken Seite leitete er mustergültig auf Matthias Steinborn im Sturmzentrum weiter, der aus Nahdistanz nur noch einnetzen musste (75.). Steinborn markierte damit sein zwölftes Tor in der laufenden Spielzeit. Der eingewechselte Dominik Bock nahm sich auf der Gegenseite aus 25 Metern ein Herz und verfehlte das rechte obere Toreck nur um wenige Zentimeter (81.). Marvin Gladrow wäre hier ohne Abwehrchance gewesen. Es war die letzte Aktion in einer allenfalls durchschnittlichen Regionalligapartie.

Stimmen zum Spiel

Cem Efe (Trainer des SV Babelsberg 03): "Es ist ein Wahnsinn. Wir spielen über die Saison super Fußball - und gewinnen zuletzt nicht. Jetzt spielen wir zweimal hintereinander keinen attraktiven Fußball und gewinnen. Das ist kurios. Ich weiß gar nicht, wie man das bewerten soll. Was mir gut gefallen hat, ist, dass über 90 Minuten wirklich jeder an seine Leistungsgrenze gestoßen ist. Bei den Ausfällen die wir haben, ist das im Moment nicht einfach. Wir sind sehr froh, dass wir hier was mitnehmen können - aus einer insgesamt nicht so starken Partie."

Volkan Uluc (Trainer des FC Carl Zeiss Jena): "Man braucht nicht viel drumherum zu reden. Ich bin auch nie der Typ, dass ich etwas schönrede. Aber man muss natürlich schon ehrlich sagen, dass wir zur Halbzeit führen müssen. Wir haben große Torchancen, zweimal Aluminium, ein Tor war - denke ich mal - knapp, einen Tick im Abseits. Das Matchglück war heute nicht auf unserer Seite. Man merkt dann in der 2. Halbzeit. Gerade mit dem 0:1 fehlt uns schon die Haltung, die Spannung, die Widerstandsfähigkeit, sich letztlich dann dagegen anzulegen. In der 2. Halbzeit haben wir nicht diese Präsenz und Körperspannung gehabt, wie etwa im Pokalspiel gegen Nordhausen. Daran sieht man, dass man 90 Minuten für jeden Punkt, für jeden Sieg knallhart arbeiten muss. Dafür haben wir in der 2. Halbzeit zu viele Fehler gemacht. Wenn Du deine Torchancen insgesamt nicht nutzt, kann man sich nicht beschweren. Glückwunsch an Cem, Glückwunsch an sein Team. Man weiß, es sind jetzt noch zwei Ligaspiele. Für uns ist natürlich - und da braucht sich auch gar keiner Sorgen machen - der Fokus auf dem Pokalspiel. Bis dahin kriegen wir die Jungs wieder aufgebaut, wieder hin. Die Mannschaft ist nicht zufrieden. Es gibt viele hängende Köpfe. Im Moment ist in der Liga der Wurm drin. Wichtig ist, das möchte ich auch noch einmal erwähnen: Herr Schmickartz, der Schiedsrichter. Es war sein letztes Spiel heute. Wir hatten ja auch das ein oder andere Erlebnis zusammen. Ich denke, es ist für beide Seiten dann auch an der Zeit , egal was ist, sich zu bedanken. Er hat eine gute Partie abgeliefert. Wird jetzt beruflich - wie ich gehört habe - nach Wolfsburg ziehen. Das ist Fußball. Das ist alles vergessen. Wir haben uns auch nach dem Spiel die Hand gegeben. Es ist für beide Seiten ein Kapitel, mit dem man leben kann. Ich war mit ihm manchmal sehr kritisch, aber unter Männern gehört sich das auch, dass man sich dann die Hand gibt. Ich wünsche ihm beruflich alles Gute. Wir wollen nächste Woche in Zwickau und dann gegen Halberstadt eine gute Partie abliefern. Aber das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf dem Pokalfinale."

--da Silva