2015/2016 26. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - FSV Wacker Nordhausen 0:0

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 26. Spieltag
Saison Saison 2015/2016
Ansetzung FCC - FSV Wacker Nordhausen
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit So. 03.04.2016 13:30 Uhr
Zuschauer 4.058
Schiedsrichter Alexander Sather (Grimma)
Ergebnis 0:0 (0:0)
Tore
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Jena
Stefan Schmidt
Sören Eismann, René Klingbeil, Justin Gerlach, Filip Krstic
Niclas ErlbeckGelbe Karte.gif, Marcel Bär (85. Sven Reimann), René EckardtGelbe Karte.gif, Maximilian Schlegel (74. Manfred Starke)
Bedi Buval, Tom Nattermann (61. Artur Mergel)
Trainer: Volkan Uluc
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Nordhausen
Tino Berbig
Kevin Schulze, Pierre Dominik Becken, Sascha Herröder (52. Philipp Blume), Johannes Bergmann
Nils Pfingsten-Reddig, Matthias PeßolatGelbe Karte.gif (40. Matti Langer), Nils Pichinot (64. Maik Georgi), Corvin Behrens
Tino SemmerGelbe Karte.gif, Benjamin Förster
Trainer: Martin Hauswald

Spielbericht

Torloses Remis im Thüringenduell gegen Wacker Nordhausen

Der FC Carl Zeiss Jena kommt gegen den FSV Wacker 90 Nordhausen nach drei Siegen in Serie zu einem torlosen Remis. In einer umkämpften aber insgesamt chancenarmen Partie entspricht das Ergebnis hierbei dem Spielverlauf.

Volkan Uluc veränderte die Startelf im Vergleich zum 2:0-Erfolg in Luckenwalde auf zwei Positionen: Für Sven Reimann und Manfred Starke rückten Niclas Erlbeck nach abgesessener Gelbsperre und Maximilian Schlegel ins Team. Bei Nordhausen gab es nur eine Änderung: Nils Pfingsten-Reddig spielte anstelle von Kevin Nennhuber. Mit Tino Berbig, Matthias Peßolat, Nils Pichinot und Pierre Becken standen gleich vier Kicker mit Zeiss-Vergangenheit in der Anfangself der Nordthüringer. Vor Spielbeginn wurde eine vom Supporters Trust des FCC ins Leben gerufene Aktion präsentiert. Mit sechs großen Fahnen wurden die verschiedenen Vereinslogos in der mehr als 112-jährigen Historie des FCC zur Schau gestellt. Ein toller Anblick vor einer ordentlichen Kulisse im Ernst-Abbe-Sportfeld, zu der neben dem tollen Frühlingswetter auch der freie Eintritt für alle Kinder und Jugendlichen bis 16 Jahre beigetragen haben dürfte.

Nach 12 gespielten Minuten musste Stefan Schmidt, der heute wieder den verletzten Raphael Koczor (Schleimbeutelentzündung im Ellbogen) vertrat, das erste Mal eingreifen. Er reagierte nach einem langen Anspiel auf Tino Semmer sehr gut, eilte aus seinem Tor heraus und fischte dem Nordhäuser Angreifer die Kugel vom Fuß. Die Partie wurde insbesondere von Seiten der Nordthüringer von Beginn an mit einer Härte bestritten, die deutlich über das normale und gesunde Maß hinausging. Dass es bis zur 15. Minute dauerte, bis mit Matthias Peßolat der erste Gästespieler eine Verwarnung kassierte, war in erster Linie der (teils zu) großzügigen Spielleitung von Drittligareferee Alexander Sather zu verdanken. Sather kam anstelle des ursprünglich eingeteilten Toni Wirth zum Einsatz. Dessen Heimatverein FSV Zwickau war den Verantwortlichen des NOFV in diesem Zusammenhang dann offenbar doch etwas zu heikel. Peßolat schickte Mitte der ersten Spielhälfte Benjamin Förster in Richtung FCC-Tor. Doch der Angreifer wurde von Sören Eismann im Strafraum mustergültig vom Ball getrennt. Der Jenaer Rechtsverteidiger verhinderte damit im letzten Moment eine sehr gute Einschussmöglichkeit der Gäste (23.). Ein Fehlpass von Sören Eisman leitete die nächste gute Chance für die Gäste ein. Über Förster und Behrens landete die Kugel bei Semmer. Doch auch diesmal war Stefan Schmidt auf dem Posten, kam aus seinem Tor heraus und klärte stark per Fußabwehr (30.). Fünf Minuten später war es wieder Tino Semmer, der im Anschluss an einen Freistoß von Nils Pfingsten-Reddig nur knapp die Kugel und damit den möglichen Treffer für seine Farben verpasste. Doch der Angreifer stand bei der Aktion im Abseits. Der FCC bemühte sich, seinerseits zu Tormöglichkeiten zu kommen. Allerdings hatten gerade die Angreifer Bedi Buval und Tom Nattermann mit der körperlich robusten Spielweise der Nordhäuser Verteidigung teils ihre Probleme. Seine Schnelligkeitsvorteile konnte Buval hierbei nur selten in die Waagschale werfen. Und so blieb es folgerichtig zur Pause beim torlosen Remis.

Sechs Minuten nach Wiederanpfiff kam der FCC zu seinem ersten Torschuss der Partie: Nach einem Eckball von Maximilian Schlegel erreichte der aufgerückte Justin Gerlach den Ball auf Höhe des Elfmeterpunkts als Erster. Mit seinem schwächeren rechten Fuß konnte er hierbei allerdings keine echte Torgefahr erzeugen und verzog deutlich. 120 Sekunden später versuchte es Tom Nattermann aus rund 20 Metern, verfehlte das Tor der Gäste aber ebenfalls klar (53.). Nach einer Stunde brachte Volkan Uluc Artur Mergel für Tom Nattermann in die Partie. Der Juniorenspieler beackerte fortan die rechte Außenbahn während sich Marcel Bär in Richtung Sturmspitze orientierte. Und eben jener Mergel war es dann sieben Minuten nach seiner Hereinnahme, der Bedi Buval die große Chance zum 1:0 eröffnet. Mergel stellte im Zweikampf mustergültig seinen Körper rein, so dass das Spielgerät auf den freistehenden Buval weiterlief. Dieser hatte offenbar etwas zu lange Zeit, um zu überlegen und verzog dann unbedrängt aus 15 Metern. Das hätte die Führung für den FCC sein können, vermutlich sogar müssen (67.). 180 Sekunden später kam auf der Gegenseite der eingewechselte Philipp Blume nach einer Ecke von Pfingsten-Reddig als Erster an den Ball, köpfte diesen jedoch knapp über das Gehäuse von Stefan Schmidt (70.). Nach 73 Minuten kam auf Jenaer Seite Manfred Starke für Maximilian Schlegel in die Partie. Der Linksfuß hatte unter der Woche mit einem eingeklemmten Nerv am großen Zeh zu kämpfen und konnte daher nur dosiert trainieren. Kein Zielwasser getrunken hatte Mannschaftskapitän René Eckardt 15 Minuten vor dem Ende der Partie. Einen Eckball von Marcel Bär erreichte Sören Eismann im Zentrum per Kopf nicht. Der Ball läuft durch auf Eckardt, der aus halbrechter Position deutlich verzieht (75.). Eine gute Freistoßvariante zeigte der FCC in Minute 82. Bär lief über den Ball und gleichzeitig in Schussposition. Starke legte ihm die Kugel auf und Bär erwischte sie eigentlich mustergültig. Schade, dass die Brust von Philipp Blume den Torschuss blockte, denn der befand sich auf einer gefährlichen Flugbahn in Richtung Tor von Tino Berbig. Es war die letzte Möglichkeit der Partie.

Trainerstimmen:

Martin Hauswald: Ich glaube, wir haben heute ein gutes Thüringenderby gesehen, ein rassiges Thüringenderby, in dem keine Mannschaft zurückgesteckt hat. Da muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Genau so stelle ich mir das vor. So muss man in so einem Spiel auftreten, was Laufbereitschaft angeht, was Zweikampfverhalten angeht. Darüber hinaus haben wir glaube ich auch versucht, Fußball zu spielen. Da können wir mit Sicherheit noch einen Tick mehr machen und noch einen Tick besser werden. Aber ich glaube ganz einfach, in der 1. und 2. Halbzeit war es immer ein Spiel auf Augenhöhe. Das Ergebnis geht für mich absolut in Ordnung. Klar kannst Du mit einem glücklichen Tor hier die 3 Punkte holen. Für mich hat es keine Mannschaft heute verdient. Im Großen und Ganzen war es ein sehr rassiges, ein sehr gutes Spiel mit wenigen Torszenen. Wir sind zufrieden mit dem Auftreten der Mannschaft, können mit dem Punkt hier leben.

Volkan Uluc: Erstmals gilt mein Dank den Zuschauern. Ich glaube, es war eine sensationell tolle Kulisse bei traumhaftem Wetter. Wir wurden hier von der ersten bis zur letzten Minute fantastisch unterstützt. Ich kann meinem Kollegen bei einigen Sachen folgen, bei einigen natürlich nicht. Ich denke, dass wir von der ersten Minute an bis zur letzten - und ich denke, dass hat jeder Zuschauer gespürt - auf Sieg gespielt haben. Dass wir mehr Spielanteile hatten, dass wir gerade auch in der 2. Halbzeit die höherklassigen Torchancen haben und dem Gegner eigentlich nicht viel zugelassen haben. Ob es vom Zweikampfverhalten war, ob es von der Aggressivität war, ob es von der Organisation war. Da kann ich der Mannschaft heute überhaupt keinen Vorwurf machen. Sie hat ein tolles Spiel abgeliefert, ein tolles Derby gespielt, hat sich aber nicht belohnt. Und es ist im Endeffekt ganz wichtig, dass du in solchen Spielen in Führung gehst, dass du deine Spielanteile auch effektiv und effizient in Tore ummünzt. Das haben wir leider nicht geschafft. Ich hätte mich für Bedi Buval sehr gefreut. Ich denke, unbestritten ist, dass er der beste Mann auf dem Platz war. Er hat sich aufgerieben, hat klasse gespielt und in dem entscheidenden Moment leider nicht die Ruhe gehabt. Das ist das, was uns leider Gottes die gesamte Saison ein wenig verfolgt, dass wir in solchen Spielen nicht in Führung gehen und es dann klarer ausspielen können. Auch die Doppelchance von Marcel Bär, der zweimal geblockt wird. Ich denke, wenn der erste nicht geblockt wird, geht er in die lange Ecke auch rein. Ganz toller Auftritt. Die Zuschauer gehen zufrieden nach Hause. Sie haben gemerkt, dass die Mannschaft lebt, dass die Mannschaft alles reingesteckt hat, viel investiert hat, aber leider Gottes nicht dieses entscheidende Tor gemacht hat. Wir freuen uns jetzt auf Mittwoch. Wir werden regenerieren, werden die Akkus wieder aufladen und wollen dann Mittwoch wieder ein tolles Spiel abliefern gegen den BFC. Ich hoffe, dass uns die Zuschauer da wieder unterstützen werden und dass wir da wieder ein klasse Spiel abliefern. Dann hoffentlich mit dem einen oder anderen Tor - das würde mich sehr freuen. Und dann freuen wir uns natürlich auch auf das Halbfinale im Pokal. Ich denke Nordhausen hat heute schon gemerkt, was auf sie zukommt. Und da werden wir die entscheidenden Treffer machen.

--da Silva