2013/2014 26. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - Berliner AK 07 3:0

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 26. Spieltag
Saison Saison 2013/2014, Rückrunde
Ansetzung FCC - Berliner AK 07
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit So. 27.04.2014 13:30 Uhr
Zuschauer 2.243
Schiedsrichter Lutz Rosenkranz (Plauen)
Ergebnis 3:0 (2:0)
Tore
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
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Jena
Tino Berbig
Florian Giebel, Marius Grösch, Justin Gerlach, Marcel Schlosser
Sören Eismann, Gramoz KurtajGelbe Karte.gif (73. Tom Geißler)
Yves Brinkmann, Patrick Milchraum (78. Fabian Raithel), Tino Schmidt
Andis Shala (61. Marc-Philipp Zimmermann)
Trainer: Lothar Kurbjuweit
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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BAK
Eric Niendorf
Atakan Yigitoglu, Kwasi Boachie, Ugurtan Cepni, Emre Turan
Christian Siemund, Bilal Cubukcu, Emre Cakmakci (58. Lennart Hartmann), Baris Gündüzer
Kevin Kruschke, Kerem BehnkeGelbe Karte.gif (75. Kiyan Soltanpour)
Trainer: Dietmar Demuth

Spielbericht

Mit einem in der Höhe für den Gegner sogar noch schmeichelhaften 3:0-Erfolg holt sich der FCC nur wenige Tage nach dem Pokalsieg über Meuselwitz erneut ein Erfolgserlebnis und findet auch in der Liga zurück in die Spur. Der Berliner Athletik Klub war dabei über die gesamten 90 Minuten chancenlos und dem lauffreudigen Spiel der Zeiss-Elf nicht gewachsen. Der auffällige Yves Brinkmann (44.) und Tino Schmidt vom Elfmeterpunkt (45.) sorgten mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause für die Vorentscheidung vor 2.243 Zuschauern im Dauerregen. Sören Eismann köpfte nach 58 Spielminuten zum Endstand ein, während seine Mannschaftskameraden in der Folge zahlreiche erstklassige Möglichkeiten zur Resultatserhöhung ungenutzt ließen. In der Tabelle schließt der FCC damit nach Punkten mit dem Drittplatzierten Union II. gleich.

Lange saß Dietmar Demuth noch still auf seinem Podiumsplatz nach der dem Spiel folgenden Pressekonferenz, nichts schien ihn so schnell in die Kabine zu seinen Jungs zu ziehen, an deren Leistung er kein gutes Haar ließ. "Alle Tugenden" hätten sie während der 90 Minuten zuvor vermissen lassen, "kein Laufspiel, kein Einsatz, gar nichts" hätten sie gezeigt. Widersprechen mochte ihm keiner, und doch soll es die Leistung der jungen Jenaer Elf nicht schmälern, die den Gegner von Anbeginn an aggressiv und mit hohem läuferischem Aufwand bekämpfte.

Lothar Kurbjuweit hatte eine im Vergleich zum Meuselwitz-Spiel auf zwei Positionen umgestellte Elf auf den Rasen geschickt, Schlosser beerbte den verletzten Krstić auf der Linksverteidigerposition, während Tom Geißler eine Pause bekam und von Kurtaj vertreten wurde. Ansonsten dominierten Jenaer Eigengewächse das Aufgebot, und einer der jungen Wilden erwischte einen Sahnetag: Yves Brinkmann. Auf dem rechten Flügel mit Außenverteidiger Giebel prächtig harmonierend arbeitete er unermüdlich, leitete zahlreiche Offensivaktionen ein oder schloss diese ab. So in der 44. Spielminute, als er die längst überfällige Führung in einem bis dahin einseitigen Spiel erzielte, nach starkem Solo überlegt vollendend. Jena hätte bis dahin längst führen müssen, doch Shala (4., schlechtes Timing beim Flugkopfball freistehend und 16. per Fallrückzieher) und Brinkmann (34., per Kopf und 36., per Schienbein knapp neben das Tor) fehlte das Quentchen Glück. Dieses kam dann nur Sekunden nach der erlösenden Führung in Form eines Elfmeterpfiffs nach Foul an Milchraum zurück. Angesichts der desaströsen Quote im bisherigen Saisonverlauf mit nur einem verwandelten Strafstoß von fünf Versuchen boten sich mehrere Tribünenbesucher lautstark selbst als Schützen an, am Ende blieb es aber doch Tino Schmidt vorbehalten, den Keeper in die falsche Ecke zu schicken und flach links zum 2:0 einzuschieben.

War die erste Halbzeit schon einseitig, so prasselten Jenas Angriffe mit immer stärker werdendem Regen nach der Pause noch übler über Berlins Hintermannschaft ein. Kurtaj freistehend (52.), Milchraum und Shala direkt hintereinander (53.) vergaben echte Hundertprozentige, bevor sich mit Sören Eismann das dritte Eigengewächs in die Torschützenliste eintragen konnte. Justin Gerlach hatte einen nahe der linken Eckfahne getretenen Freistoß per Kopf vom kurzen auf den langen Pfosten verlängert, wo der Rudolstädter völlig unbedrängt zum 3:0 einnickte. Den Spielstand genießend und dem Wetter trotzend sorgte auch das Publikum endlich wieder einmal für einen stimmungsvollen Rahmen, angetrieben von den ihr 25jähriges Fanclubjubiläum feiernden "Fraggles" aus Apolda. Was folgte, war eine muntere letzte halbe Stunde, in der Jena defensiv nicht mehr so konsequent agierte, Berlin aber weiterhin harmlos blieb und Kurtaj (70.), Brinkmann (80.), Zimmermann (81.) verpassten, das Ergebnis noch höher zu schrauben? Und der einst bis zur Hinspiel-Heimniederlage gegen den FCC die Regionalliga so offensivgewaltig aufmischende BAK? Gab abgesehen von den neben das Tor gesetzten Möglichkeiten Kruschkes (69.) und Soltanpours (84.) den allerersten und einzigen Schuss auf die von Tino Berbig bewachten 7,32m mit dem Schlusspfiff in der 90. Minute ab. Zu wenig, um eine an diesem Tage Spaß am Fußballspielen vermittelnde FCC-Elf in Bedrängnis zu bringen. Mehr davon bitte!

Trainerstimmen:

Dietmar Demuth, BAK: Glückwunsch an Jena, dieses 3:0 ist hochverdient. Ich bin froh, dass wir nur 3:0 verloren haben. So wie Jena aufgetreten ist, ist mir Angst und Bange geworden, während meine Mannschaft jegliche Tugenden vermissen lassen hat.

Lothar Kurbjuweit, FCC: Danke für die Glückwünsche. Ich glaube, das war zum Teil guter Fußball. Man hat gemerkt, dass es dem ein oder anderen Spieler, ich nenne da beispielhaft Yves Brinkmann, richtig Spaß gemacht hat. Was mich aber als gelernter Abwehrspieler am meisten freut ist, dass wir wenig zugelassen haben. Die Grundlage eines jeden Fußballspiel ist eine gute Abwehrarbeit und das haben wir mit den beiden Innendeckern heute prima hingekriegt.

--GUNNER