2013/2014 29. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - ZFC Meuselwitz 2:1

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Spieldaten
Wettbewerb Regionalliga, 29. Spieltag
Saison Saison 2013/2014
Ansetzung FCC - ZFC Meuselwitz
Ort Ernst-Abbe-Sportfeld
Zeit Sa. 17.05.2014 13:30 Uhr
Zuschauer 2.362
Schiedsrichter Philipp Kutscher (Berlin)
Ergebnis 2:1 (0:0)
Tore
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Aufstellungen

Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
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Jena
Stefan Schmidt
Florian Giebel, Matthias Peßolat, Justin Gerlach, Marcel SchlosserGelbe Karte.gif
Dominik Bock (75. Tino Schmidt), Tom Geißler (41. Sören Eismann), Gramoz Kurtaj, Fabian Raithel (61. Patrick Milchraum)
Marc Andris, Marc-Philipp Zimmermann
Trainer: Lothar Kurbjuweit


Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Meuselwitz
Norman Teichmann
Robert Böhme, Frank Müller, Andreas Luck, Florian Kuhlmey
Benjamin Boltze (89. Mirko Kotowski), Carsten SträßerGelbe Karte.gif, Manuel Starke, Sebastian AlbertGelbe Karte.gif (67. Felix Robrecht)
Michael Rudolph (63. Raik Hildebrandt), Sebastian WeiskeGelbe Karte.gif
Trainer: Marco Kämpfe

Spielbericht

Der FC Carl Zeiss Jena hat auch sein letztes Saisonheimspiel unter Lothar Kurbjuweit gewinnen können. 2:1 hieß es nach neunzig Minuten gegen den von Marco Kämpfe trainierten ZFC Meuselwitz.

Nach ereignisreichen Tagen beim FC Carl Zeiss - zuerst der Gala-Auftritt im Pokalfinale, dann die Vorstellung von Trainer und Präsidium - galt es heute wieder Punktspielalltag zu bewältigen. Sonderliche Brisanz konnte man dem letzten Heimspiel dieser Saison wahrlich nicht zusprechen und so war es nicht verwunderlich, dass nur knapp ein Viertel der Zuschauer vom Mittwoch das Match gegen Meuselwitz sehen wollte. Lothar Kurbjuweit setzte fünf seiner Pokalhelden auf die Bank und gab dafür Anderen mal eine Chance von Beginn an. Dem kompletten Spiel fernbleiben musste nur Marius Grösch, da er gegen RWE einen Schlag aufs Knie bekommen hatte.

Hinter dem Ein-Mann-Sturm Marc-Philipp Zimmermann agierten mit Marc Andris, Dominik Bock und Fabian Raithel auffallend viele Youngster neben Kurtaj in der spielgestaltenden Zone. Dass da nicht auf Anhieb alles aufeinander abgestimmt sein würde, war vorherzusehen. Ebenso spielt nach einem solchen Highlight wie jenem drei Tage zuvor die psychische Komponente eine ganz wichtige Rolle, sich erst einmal wieder in ein normales Meisterschaftsspiel hineinfinden zu müssen. Wohl deshalb vergingen die ersten 23 Minuten ohne nennenswerte Aktionen. Mit Beginn von Minute 24 brachte der heutige Mannschaftskapitän Tom Geißler einen Freistoßball lang in den gegnerischen Sechzehner, wo dieser von Marc-Philipp Zimmermann mit Aufsetzerball Richtung Tor verlängert wurde. Reflexartig lenkte Norman Teichmann das Leder an die Lattenunterkante. Wohin es von dort aus sprang, darüber gab es geteilte Meinungen. Schiedsrichter Kutscher und Assistent Köppen gehörten zu jenen Beobachtern, die es nicht mit vollem Umfang hinter der Linie gesehen hatten.

Immerhin war nun die Initialzündung in diesem Spiel erfolgt. Zimmermann, diesmal am linken Torraumeck auftauchend, scheiterte erneut an Teichmann, der das kurze Eck zu machte. Der daraus resultierende Eckball flog von links in den Strafraum, wo Matthias Peßolat per Kopf an einem auf der Linie stehenden Verteidiger scheiterte. Nach diesen drei guten Möglichkeiten schien die Führung überfällig. Der anfangs gut mitspielende ZFC hatte in dieser Phase nur den Versuch eines Fernschusses vom Ex-Jenaer Robert Böhme entgegen zu setzen, welcher jedoch auch als Befreiungsschlag durchgegangen wäre, so weit wie er das Tor verfehlte. Ganz anders die Möglichkeiten der Hausherren - Peßolat trifft in Minute 39 nach Vorarbeit von Schlosser die Lattenoberkante. Für Tom Geißler, der kurz vor der Pause ein Zwicken im Oberschenkel verspürte, übernahm "Peßo" in der 41. Minute die Kapitänsbinde. Und die Gäste ? Hatten Sie kurz vor der Pause auf der Anzeigetafel gelesen, dass Lok Leipzig gegen Magdeburg führte und der Abstand ihnen auf 2 Punkte zusammen zu schmelzen drohte ? Mit einem Mal brachten auch sie vor dem Tor was zustande und hätte Sebastian Weiske fast mit dem Halbzeitpfiff den Kopf richtig hinter den Ball bekommen, wäre es für den diesmal wieder im Tor stehenden Stefan Schmidt eng geworden.

Mit einem nicht ungefährlichen Fernschuss eröffnete Marc Andris in der 48. Minute die zweite Hälfte. Im Gegenzug erhält Michael Rudolph gegen die vorgerückte Jenaer Abwehr den Ball in den Lauf gespielt und hat freie Bahn zum Tor. Stefan Schmidt läuft aus seinem Kasten, doch mit etwas Glück bringt Rudolph den Ball an Jenas Rückennummer 1 vorbei im Tor unter. Die Führung der Gäste entsprach nicht unbedingt den Spiel- und keinesfalls den Chancenanteilen, gab ihnen aber neue Hoffnung im Abstiegskampf. "Von mir aus könnte jetzt die 90. Minute sein", sehnte der Kommentator des ZFC-Radios schon den Schlusspfiff herbei. Doch noch waren vierzig Minuten zu spielen. Und es dauerte gar nicht lange, da zappelte das Leder auch im anderen Netz. Über 5 Stationen lief der Ball schön durch die Jenaer Reihen, ehe Dominik Bock aus sechs Metern dem guten Teichmann im Gästegehäuse keine Chance ließ.

Nach dem Ausgleichstreffer übernimmt der FC Carl Zeiss gegen allmählich müder werdende Gäste wieder die Kontrolle über das Spiel. In Minute 59 zirkelt Marcel Schlosser einen Freistoß in den gegnerischen Strafraum, welchen Sören Eismann ganz knapp neben den Pfosten verlängert. Fünf Minuten darauf steckt Kurtaj schön für Marc-Philipp Zimmermann durch, welcher den Torhüter umspielen will, dabei aber hängenbleibt und sich abermals die Haare rauft. Zimmermann gegen Teichmann - das war eine ganz besondere Episode dieses Matches und unser Stürmer drohte am Meuselwitzer Keeper schier zu verzweifeln. Auch Marcel Schlosser bekam dessen Klasse einmal mehr unter Beweis gestellt, als er eine Flanke Patrick Milchraums aus vollem Lauf direkt aufs Tor schoß und scheiterte. Sieben Minuten waren da noch zu spielen, allmählich wurde also die Zeit knapp. Nächster Anlauf, Giebel flankt, Zimmermann köpft - genau aufs Dreiangel - doch Teichmann bekommt wieder die Finger an den Ball. Ecke. Diese wird von den Gästen nur kurz nach vorn abgewehrt, der noch abgefälschte Nachschuss von Tino Schmidt ist gerade dabei, sich schön ins Tor zu senken, als wieder dieser Teufelskerl zwischen den Pfosten zur Stelle ist.

Doch wie lautet das Sprichwort ? Steter Tropfen höhlt den Stein. Als Marcel Schlosser von der linken Seite flankt, steigt Marc-Philipp Zimmermann zum Kopfball hoch und lässt damit auch einem noch so guten Torwart keinerlei Abwehrchance. Somit hielt dieses letzte Heimspiel der Saison nicht nur für den Jenaer Verein ein Happy End in Form von drei Punkten parat, sondern auch für seinen Angriffsspieler Marc-Philipp Zimmermann. Lang genug hatte dieser auf ein Erfolgserlebnis warten müssen.

Trainermeinungen

Marco Kämpfe (ZFC): "Glückwunsch zunächst zum Jenaer Pokalsieg ! So etwas ist phantastisch, wenn man hier gewesen ist und vielleicht ein bisschen dazu beigetragen hat. Gratulation auch zum heutigen Sieg, der absolut verdient war, mit einem Tor kurz vor Schluss aber recht unglücklich für uns ausfiel. Bei uns war heute ein bisschen die Luft raus. Nächste Woche aber haben wir das Highlight eines Endspiels und wollen das, was wir heute nicht erreicht haben, klar machen: Den Klassenerhalt."

Lothar Kurbjuweit: "Nach einem Spiel wie jenem vom Mittwoch sind die Köpfe oft leer, doch das hat die Mannschaft heute richtig gut gemacht. Wir hatten 4:1 Chancen vor der Pause, nach der Halbzeit fehlt zunächst etwas die Konzentration, doch dann wurde doch noch der Sieg erkämpft. Das war eine hervorragende Leistung."

--Frank Cichos